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Infokurs
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Modul A: Microsoft Office
Lektion 1: Einführung
1.1
Microsoft als Monopolist, aber es gibt Alternativen!
Wenn man von
Office-Anwendungen spricht, so meint man in der Regel die Familie der Office Produkte von Microsoft. Sicherlich gibt es auch eine Reihe anderer
Hersteller von Office-Produkten, z.B. die IBM-Corporation mit ihrem Lotus-Symphony oder Open Office als
mittlerweile sehr beliebte Open-Source-Alternative, aber Microsoft hat
sich durch die Herausbildung eigener Standards und einer ungeheuren Promotion zum Marktführer gemacht und die Konkurrenz in Randbereiche und letzte
Nischen von Spezialsoftware zurückgedrängt.
Office, also Büro. Das deutet auf Arbeit hin, eine Menge Arbeit sogar! :-(
Aber wer sagt denn Arbeit könne keinen Spaß machen? Die enormen Gestaltungsmöglichkeiten, die von dieser (wohl wichtigsten) Errungenschaft
Microsofts ausgehen sind so enorm, sodass die Büro-Arbeit in den letzten fünfzehn Jahren einiges an Schrecken verloren hat. Eines hatten die
Entwickler des Office-Paketes wohl nicht bedacht: Dass die Experimentierfreude der Anwender so sehr steigt, dass der Papier-Verbrauch, der
ursprünglich gesenkt werden sollte, verzehnfacht wurde und darüber hinaus die Arbeit oftmals langsamer vonstatten geht als zuvor. Es ist halt
mittlerweile unmöglich geworden ein Schreiben mit einem durch
Korrekturflüssigkeit korrigierten Schreibfehler herauszuschicken. Das Schreiben wird noch einmal
ausgedruckt, weil es doch "eh noch im Rechner ist". Diese Einstellung führt nicht nur bei Umweltschützern, sondern auch bei vielen Chefs immer mehr zu Sorgenfalten, denn die gestiegenen Papierkosten
und die kostbare Arbeitszeit wird so vergeudet. Auf der Anderen Seite legen viele Empfänger heute großen Wert auf die optische Gestaltung ihrer Briefe...
Wenn Sie nun in der unglücklichen Situation sind, sich ganz neu mit der
Software befassen zu müssen, dann stehen Sie vor einem schier
unüberwindbaren Berg und Sie werden kaum wissen, wo Sie anfangen können.
Diese Schulung will Ihnen den Einstieg erleichtern. Sie kann natürlich nicht
alle Funktionen in letzter Tiefe beschreiben und will das auch nicht.
Speziell dann, wenn Sie sich mit Microsoft Excel, der Tabellenkalkulation,
beschäftigen, werden Sie sehr schnell auf eigenen Beinen stehen müssen, aber
dieser Kurs bringt Sie an einen Punkt an dem Sie dann auch wissen, wo Sie
weitermachen können und wie Sie an die benötigten Funktionen kommen.
1.2 Die Office Suite - eine Sammlung von Programmen
Microsoft
Office ist nicht ein einzelnes Programm, sondern eine Sammlung von Programmen
mit jeweils einem eigenen Fokus. Man spricht daher auch von der Microsoft Office
"Suite". Der Clou ist jedoch, dass alle eine ähnliche, durchgängige
Benutzeroberfläche (engl. GUI = graphical user interface) haben, die das
arbeiten mit jedem Programm erleichtert, wenn man erst einmal ein Programm
einigermaßen beherrscht. Welche Programme gibt es denn nun? Folgende Programme
sind Teil der Office Pakete.
1.3 Entwicklungsstammbaum Microsoft Office
Das Officepaket von Microsoft gibt es nun bereits seit etwa 25 Jahren. Mit den Jahren ist nach
und nach der Programmumfang erweitert und an die gestiegenen Möglichkeiten
angepasst worden. Der Entwicklungsstammbaum ist hier zu finden:
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Farben
Folgende Farbkodierungen habe ich in dieser Übersicht benutzt:
zukünftiges Release
aktuelles Release (noch in Wartung)
altes Release (nur noch erweiterte Wartung)
veraltetes Release |
Übersicht über die Office-Versionen
Name
(Codename)
Version /
Jahr
höchstes SP |
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Infos |
Office 2010
14 / 2010
SP 0 |
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Benutzerinterface von Office 2007 wurde weiterentwickelt.
Versionsnummer "13" wurde ausgelassen um ein schlechtes Omen zu vermeiden. |
Office 2008
12 / 2008
SP 0 |
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Version für Mac OS (alle CPU-Typen)
völlig überarbeitetes GUI
neues Dokumentformat (Open XML Format)
(als Special Media Edition auch mit Microsoft Expression Media) |
Office 2007
12 / 2007
SP 2 |
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-
völlig überarbeitetes GUI
- mit einem Plugin können direkt
PDF-Dokumente erstellt werden-
Teilung in Productivity Suite
(Microsoft Office) und Creativity
Suite (Microsoft Expression)
- neues Dokumentformat
(Open XML Format) |
Office 2004
11.3.8 / 2004
SP 2
Service bis 2009
Ext. Service bis 2014 |
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Version für Mac OS
(nicht mit Intel CPU) |
Office 2003
11 / 2003
SP 3
Ext. Service bis 2014 |
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überarbeitete Symbolleisten,
Miniaturansichten für Word
kann mit Konverterpack Open XML-Dokumente von Office 2007 lesen und schreiben |
Office X
10 / 2003
Ext. Service bis 2011 |
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Version für Mac OS
(nicht mit Intel CPU) |
Office xp / Office 2002
10 / 2002
SP 3
Ext. Service bis 2011 |
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Umstellung vieler Dialoge auf Operationen in der Sidebar,
Freitext-Suchhilfefeld
Integration von Office Online |
Office 2000
9 / 2000
SP 4
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enthielt erstmalig auch Visio und Project
(vorher gab es Project 98 und
Visio von der Visio Corporation
jeweils einzeln) |
Office 97
8 / 1997
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enthielt Word, Excel, PowerPoint, Access, Outlook |
Office 95
7 / 1995 |
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erste Version, mit Unterstützung für lange Dateinamen unter Windows 95 enthielt Word, Excel, PowerPoint, Access, Scheduler |
Office 6
6 / 1993 |
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erste Version nur für Windows, vorher gab es auch eine eigene Version für
MS-DOS.
letzte Version für Windows 3.x |
Office 1 - 2
(Versionen 3 -5 wurden
ausgelassen um
Namensgleichheit zu
den Mac-Versionen
herzustellen) |
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enthielt zunächst nur Excel, dann Word , später PowerPoint und Access |
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1.4 Die Philosophie der Office-Familie
Ich erwähnte bereits, dass das Design der Benutzeroberfläche so gestaltet
ist, dass eine möglichst durchgängige Bedienung möglich ist. Neben dieser
Einheitlichkeit, sind drei weitere Prinzipien bei der Erstell
a. Intuitive Programmführung
Man spricht deshalb von der Office-"Familie", weil die einzelnen Anwendungen/Programme Ihre Verwandtschaft
zueinander nicht verbergen können:
Ihr Aussehen folgt klaren Grundsätzen und ihre Bedienung ist sehr ähnlich. Oft ist der Umgang damit so ähnlich, dass es keiner weiteren Schulung mehr
Bedarf und jemand der mit einem Programm umgehen kann die restlichen auch spielend erlernt. Das nennt man intuitiv. Diese intuitive Programmführung
wird noch ergänzt durch einige weitere ganz wesentliche Prinzipien.
b. Das Prinzip der Kompatibilität
Daten können (relativ) problemlos von einer zur anderen Anwendung übertragen werden.
Dabei steht Ihnen neben der Windows Zwischenablage, die Standardmäßig
dafür verwendet wird Daten zwischen Programmen auszutauschen, die
deutlich bessere Office Zwischenablage sowie häufig Export- und
Importfunktionen zur Verfügung.
c. Das WYSIWYG-Prinzip
Hierbei handelt es sich nicht um ein finnisches Nationalgericht, sondern um das Prinzip von: What You See Is What You Get. Dieses Prinzip besagt,
dass ein Ausdruck oder eine Projektion des erstellten Dokumentes der Bildschirmansicht haargenau entspricht. Möglich wird dies zum einen durch die
Idee, dass verwendete Ausgabematerial (zum Beispiel ein DIN A4- Papier) in korrekten Proportionen der Arbeitsfläche einer Anwendung zu Grunde zu
legen. Zusätzlich dazu werden schon seit geraumer Zeit fast ausschließlich so gennante True Type-Schriftarten verwendet. Mittlerweile gibt es auch
noch Schriftarten, die speziell für die Ausgabe auf TFT-Bildschirmen oder mit Beamern konzipiert worden sind, die sogenannten Clear-Type-
Schriftarten, die unter Windows-Vista und Windowsxp zur Verfügung stehen. Die Schriftzeichen dieser Schriftarten werden vom Drucker im
Prinzip wie kleine Bilder verwaltet und dementsprechend ausgegeben. Vorher gab es feste Druckerschriftarten, deren Ausgabe nicht authentisch war.
Dieses Prinzip wird fast überall beachtet. Nur in einigen wenigen Programmteilen kann es vorkommen, dass dann doch eine geringe Abweichung entsteht.
d. Prinzip der Vorlagen- und Assistenten-Verwendung
Alle Office-Programme kennen Vorlagen. Dies sind bereits fertige Beispiel-Dokumente, die dann mit eigenen Daten
gefüllt werden können. Es ist auch möglich selbst Vorlagen zu erstellen. Dazu lediglich eine Datei ganz normal erstellen, und anschließend im
Dialogfeld: Speichern unter... des Dateimenüs bei Dateityp die entsprechende Vorlage auswählen. Darüber hinaus kennen die Office-Anwendungen noch sog.
Wizards oder Assistenten. Dies sind kleine Miniabfragen, die bei der Erstellung eines Dokuments (zum Beispiel einer Urkunde) helfen und dem
"Ersteller" quasi die ganze Arbeit abnehmen. Denn wenn alle benötigten Informationen beieinander sind, erstellt der Assistent das gewünschte
Dokument völlig selbstständig.
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Lektion 2 "Microsoft Office: Gemeinsame Elemente"
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