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Modul B: Administration

Icon: Administration - Grundlagen Lektion 2: Grundlagen Administration

Das Beherrschen des System aus Benutzersicht langt normalerweise nicht, um ein System professionell zu verwalten. Hier sind Hintergrundwissen, viele Kniffe und die Kenntnis von Hilfsprogrammen wichtig um immer die gewünschten Effekte zu erzielen. Dieses Kapitel benennt und erklärt die wichtigsten Themen der Systemadministration. Hier geht es hauptsächlich darum, das Zusammenspiel von Hardware und Software zu verstehen und daraus die nötigen Arbeiten abzuleiten, richtige Diagnosen zu stellen und vor allem die maßgeblichen Aktionen zur dauerhaften Systemstabilisierung zu ergreifen. Zunächst wird das BIOS vorgestellt und erklärt welche Einstellungen zu welchen Veränderungen führen können. Anschließend wird das äußerst mächtige Tool der Kommandozeile erklärt. Mit ihrer Hilfe können oftmals komplizierte Aktionen sehr schnell und einfach umgesetzt werden. Man muss nur ihre Sprache verstehen lernen. Zu guter Letzt soll ein Blick auf die ebenfalls sehr mächtige Windows Systemsteuerung gelegt werden. Hier werden mit Sicherheit einige neue Erkenntnisse für Sie heraus springen.

2.1 Das BIOS / UEFI

BIOS steht für Basic Input / Output System. Seine Aufgabe ist es, die Grundeinstellungen des Rechners auf unterster Ebene zu steuern. Darunter fallen insbesondere der Eintrag über den Festplattentyp und die Größe der Festplatte. Die Anzahl und Art der angeschlossenen Laufwerke, die Systemzeit, rudimentäres Speichermanagement und Systempasswörter. Dabei handelt es sich im Prinzip um ein änderbares Programm das in einen kleinen Chip auf der Hauptplatine eingebrannt ist. Werden hier falsche Angabe (gerade zur Art der Festplatte) gemacht, kann dies dem System irreparable Schäden zufügen. Bei dem erwähnten Chip handelt es sich um einen Halbleiter-Silizium-Chip, der sehr anfällig für statische Aufladungen ist. Der englische Name für diesen Chip ist:
Complementary Metal Oxid Semiconductor (CMOS). Er besteht im Prinzip aus einem ROM-Bereich, in dem Standardwerte gespeichert sind und aus dem CMOS-RAM, das mit Hilfe von statischer Aufladung die veränderten Punkte speichert. Meist gelangt man ins BIOS, in dem man je nach Hersteller die Taste F2 oder Entf (DEL) beim Systemstart direkt nach dem Einschalten des Rechners einige Zeit gedrückt hält oder kurz hintereinander mehrfach drückt.   Man sieht dann einen Bildschirm (fast immer ohne Mausunterstützung), der einige Menüs enthält. Diese Menüpunkte bieten die Möglichkeit, die wichtigsten Einstellungen des Rechners zu justieren.
Dabei geht es unter anderem um recht triviale Dinge, wie das Einstellen der Systemzeit oder der Frage, ob ein Diskettenlaufwerk eingebaut ist oder um die Reihenfolge in der die Laufwerke nach bootfähigen Medien durchsucht werden sollen (wichtig bei einer Neuinstallation).
In den anderen Menüs geht es dann ans "Eingemachte": Wie viele Wartezyklen für den Arbeitsspeicher berücksichtigt werden sollen. Mit welcher Geschwindigkeit der Arbeitsspeicher angesprochen werden kann, wie schnell Daten über den sog. BUS laufen sollen (Bustakt) usw. usf.
Während die Einstellungen des BIOS früher im EPROM permanent gespeichert waren, werden sie heute meist in einem EEPROM abgelegt.[1] Das klassische EPROM ist mittlerweile für den Markt nahezu bedeutungslos geworden.[2]  Der Vorteil dabei ist, dass das BIOS aktualisiert werden kann ("flashing") ohne den Chip tauschen zu müssen. Der Nachteil dabei ist, dass die Daten flüchtig dort hinterlegt sind. Das bedeutet: Sollte die Batterie auf dem Motherboard ausfallen, vergisst das BIOS nicht nur die Angaben über die Systemzeit und die installierten Laufwerke, sondern auch alle weiteren Einstellungen.

Bereits seit 1998 wurde von Intel die Idee verfolgt, das BIOS durch ein System abzulösen, das benutzerfreundlicher sein sollte und nicht immer vollständig geladen werden musste,  sondern nur die Teile, die auch tatsächlich benötigt werden. Außerdem sollte ein Zugriff per Netzwerk zur Administrationserleichterung möglich sein. Seit Anfang 2006 mit der wird das System als uEFI (unified Extensible Firmware Interface) bzw. EFI 2.0 von Intel vertrieben.  Eine Durchdringung des Marktes findet erst statt, seitdem Apple bei seinen Systemen ausschließlich auf EFI setzt. Windows unterstützt seit Vista mit Service Pack 1 diese Architektur. [3]

Icon: StopVorsicht bei Änderungen im BIOS

Die Werte im BIOS regeln auch Einstellungen, die bei falscher Justierung zu schweren Systemabstürzen und Hardwareschäden führen können.

Im BIOS sind zum Beispiel Werte über Taktungszahlen von Chips, Temperaturwarnschwellen, Daten zur Festplattenverwaltung und anderen sensiblen Komponenten hinterlegt. Wenn Sie bei Einstellungen hier Fehler machen riskieren Sie das gesamte System mit allen Komponenten zu zerstören.


Genauere Infos zum BIOS finden Sie unter:

→ http://www.bios-info.de/bios/compend.htm

2.2 Die Command-Line

Neben der bekanntenDie Eingabeaufforderung (so wird die Command-Line auch bezeichnet), ist zunächst einmal ein schwarzer Bildschirm. Dass man - die Kenntnis der richtigen Befehle vorausgesetzt - damit ein mächtiges Mittel zur Systemadministration zur Seite stehen hat, erkennt man erst nach einiger Zeit. Früher kannte man die Command-Line auch als DOS-Ebene, da die Standardoberfläche unter DOS nicht immer grafisch war. (DOS= Diskette Operating System; PC-Betriebssystem der 80er und frühen 90er Jahre. (War bis Windows 98 noch immer Teil von Windows).

Die Command-Line startet man entweder über den Eintrag "Ausführen.." im Startmenü mit dem Befehl cmd oder über "Start --> Programme --> Zubehör --> Eingabeaufforderung". Am besten startet man die CMD aber in folgender Weise: "Start--> Ausführen --> cmd /f:on" Der Parameter /f:on ermöglicht das Auto -Vervollständigen von Verzeichnissen mit Strg+D (directories) und von Dateien mit Strg+F (files). Am besten sollte man schon den Eintrag hinter dem Symbol in der Weise abändern: Eigenschaften der Eingabeaufforderung
So und dann kann es eigentlich auch schon los gehen. Wenn alles richtig gelaufen ist, sieht man nun ein Fenster mit schwarzem Grund und grauer Schrift. (Die Farben lassen sich aber auch anpassen...)
Zunächst sollte oben die Windows-Version und das entsprechende Copyright stehen. Darunter steht im Normalfall C:\Windows\System32>_, also der aktuelle Pfad.Diese Zeile - oder um genau zu sein nur das > (Größer-Zeichen) - bezeichnet man als "prompt". Jede Eingabe ist mit der Return/Entertaste (daher heißt sie auch "Eingabetaste") zu bestätigen! Was genau zu sehen ist, lässt sich mit dem Befehl prompt einstellen, wobei der Befehl prompt ohne Parameter wieder den Standard anzeigt. Um zu erfahren wie Befehle eingesetzt werden können ist der entsprechende Befehl mit der Option /? zu starten. Alle Einstellungsmöglichkeiten lassen sich also mit prompt /? anzeigen. Einfach ausprobieren!
Ach ja: Der Befehl cls (CLear Screen) löscht den Bildschirm und exit beendet die Eingabeaufforderung und kehrt zu Windows zurück.

2.2.1 Navigation

2.2.1.1. Laufwerk wechseln

Soll das Laufwerk gewechselt werden zum Beispiel von C:\ nach D:\ so ist einfach D: einzutippen.

2.2.1.2. Verzeichnis wechseln

Wie oben schon beschrieben, gibt der Prompt, den gegenwärtigen Pfad an, im obigen Beispiel befindet man sich also im Verzeichnis Windows\System32 auf Laufwerk C:
Die Navigation läuft größtenteils über den Befehl cd (change directory). Vom Verzeichnis C:\Windows\System32 ausgehend können wir nun

a. eine Ebene höher

- also nach C:\Windows - wechseln. Der Befehl dazu ist cd ..
Der doppelte Punkt gibt also immer das Elternverzeichnis (parent directory) an.

b. eine Ebene tiefer wechseln

- z.B. nach Spool. Der Befehl lautet cd spool

c. in ein Nachbarverzeichnis wechseln

Hier käme zum Beispiel C:\Windows\Drivers in Frage. Dazu müssen wir eine Kombination der beiden Befehle aus a) und b) anwenden.
Korrekt ist also cd ..\Drivers

d. oder direkt in ein anderes Verzeichnis

- z.B. C:\Programme- wechseln. Dazu muss der gesamte (=absolute) Pfad (also mit Laufwerksbuchstaben) eingegeben werden. In diesem Fall ist cd C:\Programme richtig. Im vorstehenden Beispiel hat also der Befehl
cd ..\..\Programme die gleiche Funktion wie cd C:\Programme

2.2.2 Dateimanagement

2.2.2.1 Verzeichnisinhalt anzeigen

Um sich nun den Verzeichnisinhalt anzeigen zu lassen benötigt man den Befehl dir.
Ohne Parameterangabe hat der Befehl jedoch den Nachteil ein sehr großes Verzeichnis durchlaufend (ohne am Ende der Bildseite anzuhalten) anzuzeigen. Daher ist es sehr sinnvoll den Befehl so: dir /p (pages) zu verwenden. Dieser zeigt den Inhalt seitenweise an.
Die Option /s (subdirectories) durchsucht auch Unterverzeichnisse.

2.2.2.2 Verzeichnisoperationen

a. Verzeichnisse erstellen

Verzeichnisse werden mit dem Befehl md oder mkdir angelegt. So erzeugt der Befehl mkdir C:\Test1 auf Laufwerk C: das Verzeichnis "Test1".

b. Dateien kopieren

Um eine Datei zu kopieren benutzt man den Befehl copy oder xcopy. Die Syntax sieht folgendermaßen aus:
copy filea fileb  oder auch copy C:\Windows\filea C:\Programme\fileb.
Der Befehl xcopy kann gleich eingesetzt werden, bietet aber noch einen erweiterten Parametersatz (z.B. Quell- und Zieldatei-Vergleiche, beibehalten von Zeitstempeln etc.).

c. Dateien und Verzeichnisse verschieben und umbenennen

Zum verschieben und umbenennen einer Datei steht der Befehl move zur Verfügung.
move C:\Windows\filea C:\Programme\ verschiebt die Datei "filea".
move C:\Windows\filea C:\Programme\fileb verschiebt die Datei "filea" und benennt sie dabei nach "fileb" um.

move C:\Test1\ Test2 bennent das Verzeichnis "Test1" nach "Test2" um.

move C:\Windows\filea fileb benennt die Datei "filea" in "fileb" um.

Alternativ kann eine Datei (keine Verzeichnisse) auch mit den Befehlen ren und rename umbenannt werden. Allerdings kann sie dabei nicht in ein anderes Verzeichnis oder auf ein anderes Laufwerk verschoben werden! Die Syntax ist: ren filea fileb.

d. Dateien löschen

Dateien löscht man mit dem Befehl del (delete). Mit der Option /s werden bestimmte angegebene Dateien auch in allen Unterverzeichnissen gelöscht.

Beispiel: del /s *.txt löscht alle Textdateien im aktuellen und allen Unterverzeichnissen.

Der Befehl erase ist identisch.

e. Verzeichnisse löschen

Verzeichnisse werden mit rd oder rmdir gelöscht. Allerdings lassen sich so nur leere Verzeichnisse löschen.

InformationVerzeichnisse samt Inhalt löschen

Werden die Befehle rd oder rmdir mit der Option /s verwendet, so werden dadurch auch alle Inhalte (Unterverzeichnisse und Dateien) mitgelöscht.

Icon: StopAber Vorsicht dabei geht wirklich alles verloren, was in den entsprechenden Bäumen abgelegt ist!

 

 Verwendung: rmdir /s C:\Test1

 

2.2.3 Befehle

Befehle werden in erster Linie von Standard-In (der Tastatur) gelesen. Dass es auch anders geht wird im Punkt  "Ausgaben/Eingaben umleiten" weiter unten ausführlich besprochen.

2.2.3.1 Input

Eine Reihe von Befehlen zur Systemverwaltung haben wir in den vorangegangenen Punkten schon besprochen. Nun kommen wir zu den Befehlsanwendungen.
Generell ist die Syntax von Befehlen folgendermaßen:

BEFEHL /PARAMETER ZIELDATEI1 (evtl. ZIELDATEI2)

Beispiel: copy /v filea fileb

2.2.3.2 Standard-Out

Als Standard-Out wird die gewöhnliche Ausgabe eines Befehls bezeichnet. Beispiel:

Ich möchte mir den Verzeichnisinhalt von C:\Test1 anzeigen lassen. Dabei ist die Ausgabe von dir Standard-Output (nämlich der Verzeichnis-Inhalt)

2.2.3.3 Standard-Error

Als Standard-Error wird die außergewöhnliche Ausgabe eines Befehls bezeichnet. Beispiel:

Ich möchte mir den Verzeichnisinhalt von C:\Test1 anzeigen lassen, aber das Verzeichnis existiert nicht. Die Ausgabe sieht folgendermaßen aus:

2.2.3.4 Ausgaben / Eingaben umleiten

Sowohl Standard-Out als auch Standard-Error gehen normalerweise an den Monitor, sodass es bis hierher keinen Unterschied macht, welchen Nachrichtenkanal das System benutzt.  Die ändert sich dann, wenn man z.B. einen lang laufenden Job über Nacht anstößt und morgens das Ergebnis sehen möchte. Dann wird es auf einmal wichtig Fehler von normalen Systemmeldungen zu unterscheiden. Daher kann man sämtliche Ausgaben z.B. in Dateien umleiten.
Dazu benötigt man diese Zeichen:   >  (für Standard-Out) ,   2>  (für Standard-Error)
Will man die Dateien nicht bei jeder Ausgabe wieder neu beschreiben lassen, sondern die neue Meldung hinten anhängen, kann man dazu >>  oder  2>>  benutzen.

Wenn ich also den obigen Befehl erneut aufrufe:
dir C:\test1 und ihn um folgendes ergänze > C:\Ausgabe.txt 2> C:\Fehler.txt,
passiert folgendes:

Alle Standard-Outs werden in die Datei C:\Ausgabe.txt , alle Fehlermeldungen aus Standard-Error werden in die Datei C:\Fehler.txt geschrieben.

Ich kann jedoch auch den Inhalt einer Datei "einlesen" um einen Befehl mit externen Eingaben zu versorgen. Dazu verwendet man dieses Zeichen: <

Beispiel: In meiner Datei C:\folders.lst habe ich eine Liste von Verzeichnissen gepflegt, die ich regelmäßig nach bestimmten Dateien durch suchen will. Beispiel für einen Eintrag dieser Liste könnte sein: C:\Windows\*.tmp, C:\Temp\*.*, C:\Dokumente und Einstellungen\Stefan\Temporary Internet Files. Nun möchte ich diese temporären Dateien löschen und brauche dazu lediglich

del < C:\folders.lst einzugeben und schon wird die komplette Liste abgearbeitet. Dies hat vor allem bei Batch-Dateien (mehr dazu unter Stapelverarbeitung) den Vorteil, dass ich solche Listen nicht im Script hart verdrahten muss, sondern eine solche Datei erstellen kann, die dann auch noch von allen Usern gepflegt werden könnte.

2.2.3.5 Ausgaben weiterleiten

Gibt nun ein Befehl eine sehr lange Ausgabe aus, so kann ich diese zur Bearbeitung an einen weiteren Befehl weiterleiten. Das Symbol dazu ist die so genannte Pipe " | " (AltGr + <)

2.2.3.6 Stapelverarbeitung

Häufig benutzte Befehlsketten können Sie auch in einer Datei ablegen, die diese Befehle dann nach und nach abarbeitet. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: Erstellen Sie eine leere Textdatei und ändern Sie deren Dateierweiterung von TXT in BAT um. (BAT für batch input)
Nun schreiben Sie alle Befehle zeilenweise hintereinander in diese Datei. Ein Doppeklick auf diese Datei führt sie dann später in der Reihenfolge aus, die sie in der Datei vorgegeben haben. Das ist dann sinnvoll, wenn Sie mehrere Befehle immer wieder in der gleichen Reihenfolge ausführen wollen. Achten Sie darauf keine Sonderzeichen wie ä ö ü zu verwenden, da diese durch den Windows-Editor Notepad nicht ordentlich konvertiert werden.
Manchmal ist es in einer Batchverarbeitung allerdings nötig einen oder mehrere Befehle aus zu lassen und nur bei Bedarf in der Datei zu aktivieren. Setzen Sie dazu die Buchstaben REM (für removed) vor den Befehl. Es war früher auch möglich eine Batchdatei bei Bedarf doch im Vordergrund ablaufen zu lassen und jeden der Stapelbefehle einzeln zu bestätigen oder zu verwerfen. Das ging jedoch leider nur bis einschließlich Windows98 problemlos. So lange war MS-DOS immer noch Teil von Windows und folglich gab es als zentralen Kommandointerpreter die COMMAND.COM noch. Die heute verwendete Emulation CMD.EXE unterstützt nur noch einen Bruchteil der alten DOS-Befehle. Sie haben nun zwei Möglichkeiten. Die früher vorhandene Möglichkeit die Batchausführung komplett für jeden Befehl bestätigen zu lassen indem Sie die Batch mit folgender Syntax aufrufen konnten:

COMMAND /y /c DATEINAME.BAT

funktioniert leider nicht mehr. Auch ein Ersetzen von COMMAND durch CMD hilft da nicht.

Wenn Sie eine Entscheidung, ob ein Befehl ausgeführt werden soll immer an der selben Stelle benötigen, können Sie jedoch noch immer den Befehl CHOICE in die Batchdatei einfügen. Der Befehl, der in der Batchdatei dahinter steht wird nur nach Bestätigung mit [Y/N] ausgeführt.

Eine komplettes Batch-Tutorial finden Sie unter der Internetadresse:
http://antonis.de/dos/batchtut/index.htm

Eine weitere Interessante (wenn auch nicht besonders ansprechend gestaltete) Seite zu MS-DOS und Batchverarbeitung ist die Folgende:
→ http://www.uni-bonn.de/~uzs180/mpdokger.html

2.3 Die Computerverwaltung

In der Systemsteuerung finden Sie einen Punkt Verwaltung. Darunter verbergen sich einige (Speziaisten-)Funktionen, die der normale Heimanwender in der Regel nicht benötigt:
Systemsteuerung: Verwaltung

In der Verwaltung finden Sie die "Computerverwaltung". Diese Doppelbezeichnung ist ein wenig irreführend, soll uns aber nicht davon abhalten einen Blick darauf zu werfen. Die Computerverwaltung ist eine Ansicht der Microsoft Management Console (mmc) mit allen verfügbaren Snap-Ins -auch mit denen aus dem Fenster Verwaltung, sodass wir dort nicht mehr einzeln darauf eingehen werden:
Computerverwaltung: Ansicht komplett

2.3.1 Ereignisanzeige

Dialog: Filtern der Ereignisse

In der Baumanzeige sehen Sie unter Windows-Protokolle zunächst die Ereignisanzeige mit den drei Protokollen zu Anwendung, Sicherheit und System. Je nach dem ob Sie noch spezifische Software installiert haben, können hier auch weitere Punkte stehen. In den Protokollen finden Sie viele Meldungen, Hinweise, Warnungen und Fehler zu den Ereignissen auf dem Computer.

Diese Protokolle können sehr hilfreich bei der Fehleranalyse sein, weil Sie Sicherheitsverletzungen, Abstürze usw. im Klartext protokollieren. Die genaue Verwendung wird im Thema "Fehleranalyse" noch einmal aufgegriffen.

Über die rechte Navigationsleiste Aktionen --> "Aktuelles Protokoll filtern..." haben Sie die Möglichkeit auch nur bestimmte Fehlermeldungen ausgeben zu lassen. Sie erhalten dabei die links gezeigte Filtermaske mit der Sie sehr genau einschränken können, was Sie sehen. Das ist vor allem auch deshalb sehr wichtig, weil es unzählige Meldungen innerhalb kürzester Zeit gibt und es beinahe unmöglich ist, darunter die wirklich Wichtigen zu finden.

 

 

Kontextmenü der Protokollansicht

Im Kontextmenü des Ereignisordners finden Sie außerdem die Möglichkeit die Protokolle in einer Protokolldatei zu speichern oder eine solche wieder zu öffnen.

Außerdem können Sie mit einem Klick auf "Protokoll löschen" Einträge vernichten.

Der Punkt "Ansicht" ermöglicht es Ihnen Spalten aus der Ansicht zu entfernen oder wieder einzufügen.

Die übrigen Punkte sind eigentlich selbst erklärend, sodass ich sie hier nicht einzeln aufführen werden.

2.3.2 Freigegebene Ordner

Im Baum "Freigegebene Ordner" haben Sie eine Übersicht über die Netzwerkfreigaben. Dabei können Sie konkret nach folgenden Kriterien auswerten:
-welche Ordner sind überhaupt freigegeben
-wer greift aktuell darauf zu
-welche Dateien sind gegenwärtig aus diesen Ordnern geöffnet?

Standardmäßig gibt es die sogenannten administrativen Freigaben. Dabei bekommt jedes Laufwerk eine Stammverzeichnisfreigabe (wie C$ für Laufwerk C:) damit ein Administrator über das Netz jederzeit darauf zugreifen kann. Hinzu kommen noch sämtliche Freigaben, die Sie als Admin oder Ihre User erstellt haben. Die richtigen Rechte vorausgesetzt, können Sie nun die Berechtigungen der Freigaben ändern oder die Freigabe komplett löschen.

2.3.3 Lokale Benutzer und Gruppen

Alle Benutzer, die Sie in der Systemsteuerung angelegt haben werden entweder der Gruppe Administratoren oder der Gruppe Benutzer =eingeschränktes Benutzerkonto, Standardbenutzer) zugewiesen. Diese grobe Einstellung kann an dieser Stelle weiter verfeinert werden, weil Sie entweder eine der weiteren bereits vorhandenen Gruppen (zum Beispiel Hauptbenutzer) vergeben oder eine ganz neue eigene Gruppe kreieren wollen. Wie genau das alles geht steht im Kapitel "Sicherheit". weitere Details können dem Modul Sicherheit, Lektion "Ihr Abbild in der digitalen Welt" entnommen werden.

2.3.4 Leistungsprotokolle und Warnungen

Ähnlich wie die Ereignisprotokolle sammeln die Leistungsprotokolle informationen über den Systemzustand, die Auslastung und die Prozessorzeiten des Rechners. Sie werden wichtig, wenn die Antwortzeiten des Systems schlecht werden. Sie können dann erkennen, wann die Zeiten jeweils schlecht waren und in Verbindung mit dem Wissen um Programmabläufe auf dem Rechner langsam laufende Programme steuern.

2.3.5 Geräte-Manager

Baumstruktur des Geräte-Managers Den Geräte-Manager erreichen Sie entweder über die Computerverwaltung oder über das Eigenschaften-Dialogfeld zum Arbeitsplatz (Reiter Hardware). Sie sehen eine Explorer ähnliche Baumstruktur, die Ihnen die am Computer angeschlossenen oder eingebauten Geräte, nach Gerätegruppen sortiert, anbietet.
Sie sehen hier auf einen Blick, wenn etwas mit einem Gerät nicht stimmt, es nicht funktioniert, in Konflikt steht oder deaktiviert wurde. Das entsprechende Icon bekommt dann ein Ausrufezeichen oder ist rot durchgestrichen. Steht ein Gerät in der Rubrik "unbekanntes Gerät" wurde dafür noch kein Treiber installiert. Zum Installieren eines Treibers (aber auch zum Aktualisieren eines alten Treibers) klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das entsprechende Gerät und wählen Sie "Treiber aktualisieren". Danach startet der Hardware-Update-Assistent, dessen Anweisungen Sie nun nur noch folgen müssen.
Wenn Sie lediglich eine Übersicht über den installierten Treiber haben wollen, können Sie auch über den Punkt "Eigenschaften" im Kontextmenü und anschließende Auswahl des Reiters "Treiber" an die gewünschten Informationen kommen. Auch hier haben Sie dann noch einmal die Chance, das gewünschte Treiberupdate durchzuführen.

2.3.6 Datenspeicher

Dieser Punkt ermöglicht es Ihnen einer Festplatte einen neuen Laufwerksbuchstaben zuzuordnen, Laufwerke aus der Konsole heraus zu defragmentieren oder eine Fremdpartition (zum Beispiel eine Linuxpartition) zu formatieren. Diese wird Ihnen ja im Normalfall im Explorer nicht angezeigt und kann dort folglich auch nicht formatiert und unter Windows nutzbar gemacht werden. Weitere Details finden Sie im Kapitel "Datenträgerverwaltung".

2.3.7 Dienste und Anwendungen

Eigenschaften eines DienstesViele Dinge, die Sie wie selbstverständlich von Windows kennen, werden im Hintergrund über so genannte Dienste oder Services, wie es im englischen Original heißt, gesteuert. So wird zum Beispiel die Anmeldung am System genauso über einen Dienst gesteuert, wie die Netzwerk- und Serverbereitstellung, die Visuellen Designs (Themes), die indizierte Suche, alle Netzwerkfunktionen und so weiter.
Schaltet man einen solchen Dienst ab oder stürzt er ab, funktioniert die entsprechende Funktionalität nicht mehr. Einige Dienste haben untereinander Abhängigkeiten, sodass der Absturz eines Dienstes unter Umständen zu einer Systeminstabilität führen kann. Einige kritische Dienste wie der Dienst der Anmeldeverwaltung (LSASS.EXE) sind deshalb so eingestellt, dass Windows heruntergefahren wird, sobald ein Fehler mit diesem Dienst vorliegt. Dies hat sich der Virus Sasser zu Nutze gemacht als er viele Windows-Installationen mit einer gandenfrist von 60 sek herunterfahren ließ.
Generell gibt es mehrere Möglichkeiten bei einem Dienstabsturz zu reagieren:
Keine Aktion durchführen --> Der Dienst bleibt deaktiviert.
Dienst neu starten --> Windows versucht den Dienst und alle abhängigen Dienste neu zu starten.
Als ein Programm ausführen --> Windows startet den Dienst als klassisches Programm
Computer neu starten --> Der Rechner wird neu gestartet.
Man kann diese Ereignisse auch kaskadierend einstellen, sodass folgendes Szenario denkbar ist:
1. Fehlschlag: Dienst soll neu gestartet werden
2. Fehlschlag: Dienst soll als Programm gestartet werden.
3. Fehlschlag: Computer soll neu gestartet werden.
Dazu müssen Sie übrigens auch den Fehlerzähler noch einstellen.  Wird dieser erst nach 5 oder 6 Tagen zurückgesetzt, können auch sporadisch auftretende Fehler, die eventuell nicht bedrohlich sind zum Reboot führen. Insgesamt ist es aber eine Sache des Ausprobierens hier ein richtige Balance zu finden. Die beschriebenen Einstellungen finden Sie übrigens im Kontextmenü jedes Dienstes unter Eigenschaften.
Dialog: Diensteigenschaften Reiter Allgemein
Im ersten Reiter "Allgemein" können Sie neben der Benennung und Beschreibung des Dienstes auch einstellen, ob der Dienst direkt beim Systemstart mitgestartet werden soll, oder erst beim ersten Bedarf ("Manuell") oder ob Sie den Dienst deaktivieren wollen.

Über die Schaltflächen unter "Dienststatus" können Sie nun einen Dienst starten, beenden, anhalten und fortsetzen.

Manchmal, wenn ein Dienst Fehler verursacht, reicht es nicht aus den Dienst einfach zu stoppen und wieder zu starten. Der Dienst verursacht weiterhin Fehler. In einem solchen Fall können Sie den Dienst auch durch einen Kaltstart zwingen. Stoppen Sie den Dienst und geben Sie danach im Feld Startparameter die Option -o an. Mit dieser Option starten Sie den Dienst neu. Besteht der Fehler weiterhin, handelt es sich nicht um einen trivialen Fehler und Sie müssen sich auf tiefer gehende Fehlersuche begeben und den Fehler entweder bei Diensten suchen, von denen der gewählte Dienst abhängig ist oder bei defekter Hardware oder fehlerhaften Registrierungseinstellung, oder oder oder.

Achtung!Deaktivieren von Diensten

Sie sollten nur Dienste deaktivieren, die Sie kennen. Das unqualifizierte Abschalten eines Dienstes, kann das System zum Absturz bringen!

2.4 Troubleshooting

Nicht jedes Mal wenn Windows nicht mehr läuft bedeutet das, dass Sie die ganze Geschichte neu installieren müssen um wieder wie gewohnt mit Ihrem Rechner arbeiten zu können. Man kann Rechner auch reparieren. Allerdings ist es dabei extrem hilfreich zunächst zu wissen woran Ihr Gerät krankt. Dummerweise ist es häufig nicht so einfach das herauszufinden. Im Übrigen gilt: Vorbeugen ist besser als Ausbügeln. Daher gelten folgende Grundregeln:

a) never change a running system (without a cause)
Man sollte also nicht grundlos versuchen an einem System Veränderungen vorzunehmen, nur um zu sehen was passiert, wenn... In den meisten Fällen läuft danach nämlich nichts mehr. Notwendige Veränderungen sollte man protokollieren um eventuell nachher auftretende Fehler zuordnen zu können.

b) less is more
Je weniger Software auf dem Rechner installiert ist umso schneller und stabiler ist er. Es bringt nichts kostenlose Software zu installieren, weil sie halt gerade in der Computerbild etc. dabei war, aber man sie in Wirklichkeit überhaupt nicht braucht.

Nun gut Sie haben diese Grundregeln beachtet und trotzdem kränkelt Ihr Rechner? Machen wir uns an die Lösungssuche:

2.4.1 Informationsquellen

Zur Fehlerdiagnose stehen Ihnen generell drei Möglichkeiten offen. Die lokale Informationssuche, die Suche im Internet und die individuelle Hilfe durch Hersteller. Außerdem bietet Windows die Möglichkeit (Startmenü --> Hilfe) einen Bekannten remote auf das System zu lassen, damit dieser einen Fehler beheben kann.

a. lokale Informationsquellen

zunächst einmal die Windows-Standardmittel zur Verfügung. Das wichtigste Helferlein haben sie schon kennen gelernt: Die Ereignisanzeige. Sie kann über die Computerverwaltung erreicht werden und bietet Ihnen Warnungen und Informationen zu Programmabstürzen. Darüber hinaus schreiben viele Anwendungen und Treiber auch sogenannte Logdateien. Leider gibt es keine Konvention, die besagt in welches Verzeichnis Anwendungen Ihre Logs schreiben sollen. Es gibt jedoch ein paar Verzeichnis, in die ein Blick nicht schaden kann. Schauen Sie zunächst ins Temp-Verzeichnis (C:\TEMP oder C:\WINDOWS\TEMP). Ist dort nichts zu finden, sollte Sie einen Blick in das Programmverzeichnis des abgestürzten Programms werfen (C:\Programme\<Name des Programms>).
Ist auch dort nichts zu finden, so kann es sein, dass das Programm die Los benutzerscharf wegschreibt. Dann könnten Sie in Ihrem Profilverzeichnis unter
Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Temp oder Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Anwendungsdaten\<Name des Programms> fündig werden. Bei Windows Vista können Sie die Temp-Verzeichnisse unter \AppData\Local\Temp finden.
Sie sollten außerdem auch die Windows-Hilfe (Start --> Hilfe und Support) zu rate ziehen. Manchmal verbirgt sich auch dort die ein oder andere wichtige Information.

b. Online-Informationsquellen

Haben Sie beim Absturz eine konkrete Fehlermeldung erhalten, können Sie auch in der Microsoft Knowledge-Base unter
→ http://support.microsoft.com oder auf den Internetseiten von Programm- oder Hardware-Herstellern nachsehen, ob der Fehler bereits dokumentiert ist und ob dafür eine Korrektur oder ein Workaround verfügbar ist. Seit Windows-Vista gibt es die Möglichkeit nach einem Absturz direkt Online nach einer Lösung zu suchen. Nicht zu verachten ist die Lösungssuche in Foren und Newsgroups. In jedem Falle gilt: Geduld und seien Sie mutig andere um Hilfe zu bitten.

c. Individuelle Fehlerlösung

Häufig werden auf den Internetseiten auch Kontaktmöglichkeiten mit individueller Fehlerbehebung angeboten. Auch Microsoft bietet seinen Kunden entsprechende Dienste. Diese sind jedoch nicht in jedem Falle kostenlos, sonder nur dann, wenn Sie eine Retail-Version von Windows erworben haben oder Unternehmenskunde sind. In allen anderen Fällen ist Ihr PC-Hersteller erster Ansprechpartner und der Microsoft-Support kostenpflichtig.

d. Externe Tools

Zur Fehlerdiagnose und Behebung eignen sich auch unzählige frei Tools, die Sie bei verschiedenen Internetportalen (wie download.com) erhalten können. Ein Diagnosetool ist zum Beispiel das Tool "Sandra" von "SiSoft" das Ihnen wichtige Hardware-Informationen aufzeigen kann. Auch Tools von Hardware-Herstellern (Motherboard-Monitore, Grafikkartendiagnose-Programme) sowie die mit ausgelieferten Tools dxdiag im sowie sysinfo bieten die ein oder anderen wertvolle Information.

2.4.2 Fehlersituationen

Es ist unmöglich einen Königsweg für die Behebung aller auftretenden Fehler aufzuzeigen. Ganze Webportale, Newsgroups und viele abertausende Menschen beschäftigen sich täglich damit. Hätte ich die Lösung für alle diese Probleme, wäre ich sehr, sehr reich und würde mich nur noch in der Sonne der Karibik aufhalten. Ich habe sie aber leider nicht, daher kann ich hier nur grobe Lösungswege skizzieren.

2.4.2.1 bei Neuinstallation einer Hardwarekomponente

a. Problem

Am häufigsten treten Soft- oder Hardwareprobleme auf, wenn eine Komponente neu installiert worden ist und verschwinden wieder, wenn Sie den Verursacher wieder deinstallieren oder im Geräte-Manager deaktivieren. Ist dies der Fall, könnten unzählige Ursachen vorliegen. Im Gerätemanager erfahren Sie, ob eine Konfliktsituation zwischen zwei Geräten vorliegt. Dies kann der Fall sein, wenn mehrere Geräte Anspruch auf einen IRQ (Interrupt) erheben. Außerdem könnte es bei Hardwarekomponenten Probleme mit dem Treiber geben. Die größten Probleme treten dann häufig auf, wenn eine Hardware -zum Beispiel eine Grafikkarte- frisch auf den Markt gekommen ist und nicht mit Ihren Anwendungen laufen will, auch wenn ein Treiber für Ihr Betriebssystem beiliegt. Alternativ kann die Inkompatibilität auch dann auftreten, wenn Hardware, die bereits Jahre lang Ihren treuen Dienst versehen hat nun unter einem neuen Windows (xp oder Vista) laufen soll und dafür kein Treiber mehr bereitgestellt wird.

b. Lösungsansatz

Sollte es Probleme mit dem Treiber für die Hardware geben, suchen Sie am besten auf Windows-Update oder der Herstellerseite nach dem aktuellsten Treiber und installieren diesen. Auch das können Sie im Geräte-Manager per Schaltfläche "Treiber aktualisieren" erledigen. Bringt das Aktualisieren keine Abhilfe, sollten Sie sich nicht entmutigen lassen und beim Hersteller anfragen, ob das Problem bereits bekannt ist. Viele Hersteller gehen auf solche Anfragen problemlos ein oder bieten - wie oben bereits beschrieben ganze Portale mit solcherlei Informationen an.
Handelt es sich um einen Ressourcenkonflikt, dann ist es meist möglich manuell im Gerätemanager für Ordnung zu sorgen und eines der verursachenden Geräte zum Beispiel auf einen anderen Interrupt zu legen.
Die Erfahrung zeigt übrigens, dass solche Fehler häufig wie von Geisterhand verschwinden, wenn Windows komplett neu installiert wird und die Komponente sozusagen von Anfang an im System ist. Allerdings sollte dies die letzte Alternative bei der Lösungssuche für Hardwareprobleme sein.
Tipps aus Newsgroups und Foren können Sie getrost ausprobieren, Treiber von dort und aus Entwicklerforen sollten Sie jedoch mit Vorsicht genießen, denn Sie wissen ja nicht, was in der Datei ist, die Sie da herunterladen. Natürlich ist das eine Alternative, wenn sich kein anderer Weg finden lässt Ihre Hardware in Betrieb zu nehmen. Vorher sollten Sie den Treiber aber erst auf einem Testsystem ausgiebig testen und vor dem Einspielen auf ein Produktivsystem dieses komplett sichern um im Zweifelsfall alles wiederherstellen zu können.

Wenn Ihr Rechner jedoch nicht mehr hochläuft und Sie auf normalen Wegen also weder die alte Treibereinstellung zumindest wieder auf einen Standardtreiber zurücksetzen, noch können Sie (mit diesem Rechner) im Netz nach Abhilfe suchen. Starten Sie den Rechner am besten nochmal und dann im abgesicherten Modus. Diesen erreichen Sie, wenn Sie nach der Hardwarekontrolle des BIOS vor dem grau-schwarzen Laufbalken beim Windowsstart die Taste F8 drücken. Sie kommen nun in ein Windows-Startmenü, das zumindest die Punkte:

Windows normal starten
abgesicherter Modus
abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern
Eingabeaufforderung
letzte als funktionierend bekannte Konfiguration laden

zu finden sind. Probieren Sie zunächst die letzte funktionierende Konfiguration zu laden und schauen Sie ob Windows damit wieder hochstartet. Anschließend suchen Sie nach einem Treiber für das gute Stück. Klappt das nicht, starten Sie im abgesicherten Modus und versuchen Sie dort einen Standardtreiber für das Gerät zu laden, anschließend normal neu zu starten. Haben Sie damit Erfolg, können Sie im Netz nach einem kompatiblen Treiber suchen. Bleibt der Rechner reglos liegen und bootet immer noch nicht sauber durch, können Sie nur versuchen die betroffene Hardware (sofern Sie überhaupt wissen um welches Gerät es sich handelt) ausbauen und dann zunächst versuchen, den Rechner wieder flott zu machen. Hilft alles nichts, können Sie auch versuchen, einen Systemwiederherstellungspunkt händisch zurückholen. Das ist relativ kompliziert und nicht mit einer 100% Garantie verbunden, aber eine letzte Chance vor dem Neuinstallieren des Rechners.

Wie Sie einen Wiederherrstellungspunkt händisch von der Eingabeaufforderung zurückholen steht im Knowledge Base Artikel 304449.

2.4.2.2 nach einer Änderung

a. Problem

Gestern ging es noch und heute ist alles kaputt? Sollte nicht so sein, aber kommt vor. Ursache ist meistens doch eine Änderung am Vortag, auch wenn Sie schwören würden, nichts verändert zu haben. Es könnte zum Beispiel sein, dass das automatische Update von Microsoft Ihnen nahezu unwissentlich die aktuellsten Patches installiert hat. Dies können Sie sehen, wenn Sie das Update-Log einsehen, dass Sie im entsprechenden (versteckten!) Update-Verzeichnis unter C:\Windows vorfinden. Auch wenn Sie eine Software bewusst installiert haben, kann eine ähnlich böse Überraschung auf Sie warten, denn die Art und Weise wie Windowsxp und Windows Vista Programme ausführen (seperater Speicherbereich um beim Programmabsturz das eigentliche System stabil zu halten, visuelle Effekte wie Schaltflächen mit der XP-Optik zu übersteuern, Bildschirmauflösung, Verlagerung von Programmen vom Kernel-Mode in den User-Mode, damit auch nicht Administratoren ein Programm ausführen dürfen etc.) kann bei manchen alten Programmen zu schwerwiegenden Problemen führen. Sie laufen nicht, stürzen ab oder schaffen es nicht in Ihren eigenen Grafikmodus umzuschalten. Ihnen fehlen Speicherbereiche, die sie selbst verwalten können und vieles Weitere mehr. Um dennoch nicht auf alle diese Programme verzichten zu müssen, die unter Windows 2000, NT oder den anderen alten Windows-Versionen fehlerfrei liefen bringt Windowsxp den so genannten Programmkompatibilitätsassistenten. Sie finden Ihn im Startmenü unter Programme\Zubehör\. Ausserdem können Sie die Funktionalität des Assistenten auch über den Eigenschaften-Dialog zu der alten Anwendung finden. Extra für Windowsxp oder Vista geschriebene Anwendungen wie das aktuelle Notepad, Word2003 usw. können den Kompatibilitätsmodus nicht verwenden.

b. Lösung

Einstellungsdialog fuer den Kompatibilitaetsmodus Was also tun? Zunächst schöpfen Sie die oben genannten Informationsquellen aus. Bei einer Programminstallation sollten Sie zunächst versuchen das Programm im im Kompatibilitätsmodus auszuführen und dem Programm vorzugaukeln, es laufe zum Beispiel unter Windows 98. Den Kompatibilitätsmodus erreichen Sie über das Kontextmenü des entsprechenden Programms und dort über den Punkt Eigenschaften Reiter "Kompatibilität". Im Dialog können Sie nun grundlegende Einstellungen, die die Ausführung des alten Programms betreffen vornehmen. Nach dem Sie den Haken bei "Programm im Kompatibilitätsmodus ausführen für:" gesetzt haben wird das Dropdownfeld verfügbar. Es beinhaltet Einträge für alle alten Windows-Versionen seit Windows95. Sie haben nun die Möglichkeit die alte Version von Windows fest zu legen, deren Einstellungen dem Programm vorgegaukelt werden sollen. Sie sollten jedoch die aktuellste Windowsversion auswählen und zunächst damit Ihr Glück versuchen. Soll heißen: Windows 95 sollte Ihre allerletzte Wahl sein...
Im eigentlichen Dialog können Sie danach noch einige der Gimmicks aus der aktuellen Windowsversionen selektiv abschalten um wirklich jegliche Veränderung abzuschalten, die für die Inkompatibilität verantwortlich sein könnte. Sollten Sie auch danach noch keinen Erfolg haben und Ihr Programm immer noch nicht starten können, empfiehlt sich eventuell wirklich auf eine alte Windowsversion zurück zu greifen und das Programm auf einem eigenen Rechner auszuführen. Für eine Parallelinstallation Windowsxp mit einer alten Windowsversion ist es nämlich meistens schon zu spät. Windowsxp muss nämlich jeweils als das jüngste System zu letzt installiert werden. (Also der Reihe nach erst DOS, dann Win95, dann Win98, WinME, W2K und zu guter Letzt Winxp installieren.) Wenn Sie also fest stellen, dass Windowsxp das alte Programm nicht zum Laufen bringen kann, dann ist es fast nicht mehr möglich auf dem gleichen Rechner Win98 zu installieren ohne danach Winxp erneut zu installieren. Viel Arbeit deren Nutzen Sie genau untersuchen sollten.
Funktioniert auch dies nicht, können Sie immer noch auf der Internetseite des Softwarehersteller nachschauen, ob es für das Programm ein Patch gibt, das die Installation und Ausführung des Programms ermöglicht. Bringt weder die Inforecherche noch der Kompatibilitätsmodus eine Lösung, könnten Sie mit Hilfe der Systemwiederherstellung versuchen, den Stand von vor der Installation wieder herzustellen. Damit wäre zumindest gewährleistet, dass Sie weiter arbeiten können. Benötigen Sie ein Programm, das seinen Dienst versagt, unbedingt, und ist es mit Ihrer Windows- Version laut Hersteller kompatibel, sollten Sie auf eine herstellerseitige Lösung bestehen. Sollte Ihr Windows nicht mehr einwandfrei starten, so sollten Sie zunächst im abgesicherten Modus starten (F8 nach dem BIOS-Bildschirm drücken) und mit Hilfe des Systemkonfiugrations-Programms (Start --> Ausführen --> msconfig) den Autostart des Programms unterbinden.

2.4.2.3 im laufenden Betrieb

a. Problem

Tritt bei Ihnen im laufenden Betrieb ein Fehler auf und sie haben sichergestellt, dass wirklich keine Änderung am System vorgenommen worden ist, bleibt natürlich auch ein Hardwaredefekt. Häufigster Problemfaktor, sind hierbei Festplatten, der Arbeitsspeicher oder der Prozessor. Eher seltener liegt ein Defekt an der Hauptplatine vor. Software defekte können durch Schreibfehler oder plötzliche Stromausfälle hervorgerufen werden.

b. Lösung

Sollte es im Bereich der Datenträger zu Problemen kommen, können Sie mit Hilfe des Tools ScanDisk (siehe Datenträgerverwaltung) auf die Schliche des Fehlers kommen und logische Defekte sogar bereinigen lassen. Echte physische Defekte einer Festplatte bedeuten, aber sicher deren baldiges Ende. Sichern Sie in diesem Fall noch schnell so viele Sie können und tauschen Sie das defekte Gerät aus. Um Datenverlusten vorzubeugen eignet sich übrigens der Einsatz eines Raids. Dabei halten mehrere Festplatten (je nach Raid-Level) die Daten redundant vor. Das bedeutet, wenn eine Festplatte defekt ist, sind die Informationen noch auf einer weiteren gespeichert. Professionelle Raid-Controller haben meist sogar noch eine Hotspare-Platte, die sofort - sozusagen als Just-In-Time-Ersatz - alle Daten von dem intakten Spiegel der defekten Platte übernimmt, wenn eine Platte einen Defekt aufweist. Die defekte Platte kann dann sofort durch eine neue leere Platte ersetzt werden, die dann wiederum als Hotspare verfügbar bleibt.
Bei anderen Hardwaredefekten (Arbeitsspeicher, Prozessor oder sonstigen Elementen) ist meist Überhitzung schuld. Bei Prozessoren kann diese Auftreten, wenn die Wärmeleitpaste zwischen CPU und Kühler altert oder der Rechner mutwillig übertaktet worden ist. In diesem Fall lässt sich nichts mehr retten und Sie werden wohl oder übel neue Komponenten kaufen müssen.
Handelt es sich um eine Software, die wie aus dem Nichts nicht mehr funktioniert, kann ein Schreibfehler oder Systemabsturz während eines Schreibvorganges daran Schuld sein. Windows hat schon von Haus aus - sofern der Datenträger mit NTFS formatiert worden ist - einen relativen hohen Stabilitätsgrad, was dies betrifft. Um nun eine weitere absturzähnliche Ursache, den Stromausfall, auszuschließen, bietet es sich an, eine USV (unterbrechungsfreie Stomversorgung) an den Rechner anzuschließen. Damit sind sie vor Spannungsschwankungen und Stromausfällen weitestgehend sicher. Eine Steckdose mit Blitzschutz kann im Übrigen auch vor solchen Schäden schützen.
Ist die Software jedoch tatsächlich defekt, ist oft eine Neuinstallation die letzte Lösung.

2.4.2.4 Das System startet nicht mehr

a. Problem

Sie haben nicht mehr die Chance Windows abgesichert zu starten, weil ihr Bootloader Windows überhaupt nicht mehr starten will.

b. Lösung

Probieren Sie eine Systemstartreparatur. Das funktioniert häufiger als Sie denken. Legen Sie dazu die Original-DVD ein und starten Sie das Setup. Wenn der Punkt erscheint wählen Sie "Systemreparaturoptionen" und anschließend aus dem Menü "Systemstartreparatur". Kleiner Tipp: Auf den DVDs der Serverinstallationen befindet sich dieser Punkt nicht. Sie können aber den Bootloader der Serverversionen problemlos mit der Client-DVD reparieren. Allerdings muss die Edition die gleiche Bitzahl haben. Welche Edition ist wiederum egal, das jede Edition auf jeder DVD enthalten ist. Das heißt:
Windows 2008 R2 (nur 64-Bit) --> Windows 7 64-Bit DVD
Windows 2008 64-Bit --> Windows Vista 64-Bit DVD
Windows 2008 32-Bit --> Windows Vista 32-Bit DVD

2.5. Werkzeuge zur Systemwartung

Wie im wahren Leben auch benötigen Sie als Computer-Werkstattleiter das richtige Werkzeug. Neben einem Satz Elektroniker-Schraubendreher (zum Einbau von Laufwerken etc.) benötigen sie aber auch einen entsprechenden Werkzeugkasten mit Software-Werkzeugen. Diese heißen entsprechend auch Tools (engl. "Werkzeuge") und sind - je tiefer sie in die Materie einsteigen immer wichtiger. Im Folgenden erhalten Sie ein kleine Übersicht, die unter Umständen auch Produkt- oder Herstellernamen enthält. Diese Namen sind keineswegs Werbung oder Empfehlungen sondern nur Bespiele für entsprechende Tools, die ich bereits getestet habe. Dies heißt jedoch in keinem Fall, dass die Konkurrenzprodukte schlechter oder minderwertig sind. Neben den Tools zur Datenträgerverwaltung, die an entsprechender Stelle erläutert werden, gibt es eine Reihe von Systemtools, die teils im System versteckt, teils aber auch ganz offen zur Systemverwaltung zur Verfügung stehen. Noch zahlreiche weitere Tools sind auf der Sysinternals Internetseite von Microsoft versteckt. Mit Ihnen im Gepäck sind viele administrative Aufgaben wesentlich leichter zu erledigen.

a. Die Remotedesktopverbindung

Eines der wichtigsten Standardtools ist die Remotedesktopverbindung, die es Ihnen ermöglicht sich auf einen anderen Rechner aufzuschalten. Dabei haben sie - anders als bei der bloßen Freigabe von Dateien, Ordnern und Druckern - die Möglichkeit sich grafisch auf dem System anzumelden. Sie sehen dann die Desktopoberfläche des Zielrechners mit allem Drum und Dran inklusive Startleiste und Icons. Für alle Clientsysteme (xp, Vista etc.) gilt dabei: Es ist nur eine gleichzeitige Anmeldung erlaubt, dass bedeutet, dass der User abgemeldet wird, der zwischendurch direkt mit dem Rechner arbeitet. Für die Anmeldung auf einem Server besteht diese Begrenzung nicht - vorausgesetzt Sie haben ausreichend Client-Anmeldelizenzen gekauft. Standardmäßig sind dort meist fünf solcher gleichzeitigen Anmeldungen erlaubt.
Standardmäßig ist diese Anmeldevariante jedoch gesperrt und wird vom Zielrechner aus Sicherheitsgründen zurückgewiesen. Um eine Remotedesktopverbindung zuzulassen, melden Sie sich mit administrativen Rechten am Zielrechner an und wählen Sie im Kontextmenü des Arbeitsplatzes "Eigenschaften". Es erscheint das Dialogfeld "Systemeigenschaften". Wählen Sie hier den Reiter "Remote" und aktivieren Sie das Kontrollkästchen "Benutzern erlauben eine Remotedesktopverbindung herzustellen". Anschließend klicken Sie auf die Schaltfläche "Remotebenutzer auswählen..." und wählen die Benutzer aus, die auf den Rechner zugreifen sollen. Diese erhalten dann erstmal die Rechte, die sie auch bei dann hätten, wenn sie sich lokal am Rechner anmelden würden. (Zum Thema Remotedesktop-Sicherheit siehe auch Kapitel "Sicherheit".)
Wie wird nun eine solche Verbindung eingerichtet? Um sich an einem Remotesystem anzumelden, klicken Sie auf Remotedesktopverbindung unter Start --> Programme --> Zubehör --> Kommunikation. Es öffnet ein reduziertes Fenster, in dem Sie lediglich den Namen des Zielrechners eingeben können. Um andere Informationen mitzugeben erweitern Sie alle Optionen des Fensters.

b. Systemkonfigurationsprogramm

Programmfenster des SystemkonfigurationsprogrammsMit Hilfe der Systemkonfiguration können Sie einige wichtige Verhaltensweisen von Windows ganz massiv bestimmen. Zum starten geben Sie entweder "msconfig" in das Feld ausführen im Startmenü ein oder wählen (unter Windows Vista) im Startmenüordner "Verwaltung" den Eintrag "Systemkonfiguration". Es erscheint ein Programmfenster mit mehreren Reitern. Interessant sind die Reiter Start, Dienste, Systemstart und Tools. Im Reiter "Start" bietet sich Ihnen die Möglichkeit die Liste der aktuelle installierten Windowsbetriebssysteme zu ändern. Leider können Sie hier nicht ohne weiteres ein Linux-Betriebssystem zusätzlich einbinden. Allerdings haben Sie die Möglichkeit festzulegen, was bei bestimmten Startoptionen (wie zum Beispiel dem abgesicherten Modus) passieren soll. Sie könnten zum Beispiel eine alternative Shell angeben. Im Reiter Dienste finden Sie eine Übersicht aller Systemdienste. Die Übersicht ist eine abgespeckte Variante der Liste in der Konsole "Dienste" in der Computervererhaltung. Im Reiter "Systemstart" sehen Sie alle Programme, die beim Windowsstart mitgestartet werden. Sie können hier auch einzelne Einträge deaktivieren und damit verhinden, dass ein Programm das den Rechner ständig zum Absturz bringt überhaupt gestartet wird. Zu Diagnosezwecken ist dies ihre stärkste Waffe überhaupt. Nach einem Neustart mit ausgeschalteten Programmen meldet sich das Systemkonfigurationsprogramm mit einer Nachricht, die Sie jedoch ausblenden und für die nächsten Starts abschalten können. Im Reiter Tools finden Sie alle mit Windows ausgelieferten Systemprogramme mit einer kurzen Beschreibung.

c. Sysinternals-Toolsammlung von Microsoft

Eine äußerst mächtige Sammlung von Tools stellt die Sysinternals Suite dar, die unter
http://technet.microsoft.com/de-de/sysinternals/default.aspx
heruntergeladen werden kann.

d. Remote Server Administration Tools

Ebenfalls eine Sammlung von Microsoft. Nach Installation und (Aktivierung der neuen Funktionen unter "Windowsfunktionen ein- oder ausschalten" Wir der Punkt Verwaltung (siehe oben) massiv um Server Tools erweitert, die ihnen das Erledigen vieler administrative Aufgaben ermöglichen, ohne dass Sie sich per Remotedesktop oder lokal am Server anmelden müssen. Die Tools können Sie hier herunterladen:


Quellenangaben:

[1] Wikipedia (Deutschland)
[URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Basic_Input_Output_System]
Datum der letzten Recherche: 16.06.2008 08:21 Uhr

[2] Wikipedia (Deutschland)
[URL http://de.wikipedia.org/wiki/EPROM ]
Datum der letzten Recherche: 16.06.2008 08:45 Uhr

[3] Wikipedia (Deutschland)
[URL http://de.wikipedia.org/wiki/UEFI]
Datum der letzten Recherche: 14.09.2011 11:05 Uhr

 

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Letzte Aktualisierung 14.09.2011 10:50 Uhr
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