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Modul B: Administration

Symbol: InstallierenLektion 4: Installieren und einrichten

Eine saubere Windows Installation ist der wichtigste Faktor für eine relativ geruhsame Zukunft mit dem Rechner. Dabei ist es wichtig möglichst alle Hardwarekomponenten bereits bei der Installation sauber einzubinden. Wie eine Installation vor sich geht zeigt dieses Kapitel.

4.1 Altdaten sichern

Dieser Abschnitt zeigt, welche Daten des Altsystem gerettet werden müssen und wie das neue System diese wieder eingepflanzt bekommt. Dieser Schritt entfällt, wenn die Benutzerkonten nicht lokal, sondern auf einer Windows-Domäne liegen. Dann nämlich werden die Einstellungen des Benutzerprofils (mit Ausnahme des Ordners "Lokale Einstellungen" (Windows xp) oder "Local" (Seit Windows Vista))eh auf dem Domaincontroller gespeichert und sind demnach bei jedem Anmelden an einem neuen Gerät wieder verfügbar.
Verfügen Sie nicht über eine eigene Windows-Domäne, müssen Sie  folgende Einstellungen und Daten händisch sichern:
-Adressbuch
-Mailkonten
-E-Mails
-Internetverbindungen
-Eigene Dateien
-Favoriten
-Eigene Office Vorlagen

Wenn zum Beispiel das Adressbuch nicht gepflegt ist, kann dieser Teil übergangen werden.
Achtung! Bei der Datensicherung ist darauf zu achten, dass die Operationen für JEDEN (!) registrierten Benutzer des Systems, der auch auf dem neuen System existieren soll, separat erfolgen müssen. Sinnvoll ist es für die Mail- und Kontendaten einen Ordner (z.B. "Sysbackup") in den "Eigenen Dateien" anzulegen und diese Informationen dort hineinzupacken. Dadurch müssen nachher nur Diese (und die Favoriten) gesichert werden. Beachten Sie aber auf jeden Fall, dass Sie auch versteckte Ordner und Systemordner (siehe Ordneroptionen) anzeigen lassen. Einige Einstellungen liegen nämlich in den Profilverzeichnissen, die nicht standardmäßig vollständig angezeigt werden.

4.1.1 Kontakte und E-Mails sichern

Je nachdem, welche Windowsversion Sie einsetzen und ob Sie mit dem großen Microsoft Outlook arbeiten oder nur mit dem kleinen Outlook-Express sind die zu sichernden Datei unterschiedlich. Wählen Sie die für Sie gültige Variante.

4.1.1.1 Windowsxp-Adressbuch und Outlook-Express-Mails

Ist das Windows- Adressbuch (WAB) gepflegt, ist die Adressbuchdatei mit Ihren Kontakten auch zu sichern. Dazu Outlook Express öffnen und im Menü Datei -> Exportieren -> Adressbuch... wählen.
Diese Datei dann nach Eigene Dateien\Sysbackup sichern.
Nachher im neuen System (=Zielsystem) muss das Adressbuch dann mit "Datei" -> Importieren -> Adressbuch ausgewählt und bestätigt werden.

Mails in Outlook Express können auf zwei Arten gerettet werden. Die Offensichtlichere ist auch die Aufwendigere und nicht unbedingt zu empfehlen. Hierbei wird jede E-Mail einzeln als Datei gespeichert und später wieder importiert. Der Vollständigkeit halber:

Mail markieren und "Datei" -> "Speichern unter..." wählen.

Später kann die Mail im neuen System durch "Datei" -> "Öffnen.." wieder in die Mailliste eingefügt werden. Diese Vorgehensweise ist umständlich und würde bei 1000en zu sichernden Mails aus Zeitgründen nicht zufrieden stellen. Außerdem können zwei Mails mit der gleichen Titelzeile so nicht gesichert werden.  Der zweite Weg ist weniger komfortabel, aber viel effizienter, da dabei sämtliche Mails gerettet werden. Dazu zunächst alle Mail-Ordner komprimieren (siehe Kapitel Laufwerksverwaltung- und Wartung). Dadurch werden die dahinter stehenden Dateien kleiner. Diese blähen sich nämlich normalerweise auf, da gelöschte Mails zwar aus der Ansicht, aber nicht physisch gelöscht werden und sich so über die Jahre doch einiges an Müll ansammeln kann.
Outlook Express: Posteinganga. Nun muss die Ordnerstruktur (sofern angelegt) abgezeichnet, werden, damit Sie auf dem neuen System wieder angelegt werden kann. (Die Struktur von Quell- und Zielsystem muss nämlich identisch sein.) Am besten ist es einfach einen Screenshot des Fensters anzufertigen.

(Dazu Outlook aufrufen und alle Zweige wie in der Grafik aufklappen, Taste Druck/S-Abf drücken. Paint aufrufen und "Bearbeiten" --> "Einfügen" wählen. Das Bild der Outlook Oberfläche sollte nun zu sehen sein. Anschließend die Datei noch speichern und später mit auf die Sicherungs-CD brennen.)

b. Nach Dateien mit der Endung *.dbx suchen. Dies sollten zumindest folgende Dateien sein. Posteingang.dbx, Postausgang.dbx, Gesendet.dbx. Diese Dateien entsprechen den Ordnerinhalten in Outlook Express. Diese Dateien auch sichern.

c. Die gesicherten Dateien müssen nachher wieder eingespielt werden. Dazu wie oben schon angedeutet, die gleiche Ordnerstruktur in Outlook Express anlegen wie im Quellsystem und Outlook Express einmal neu starten. Nun wieder schließen und die neuen MBX-Dateien mit denen der Sicherungs-CD ersetzen und Outlook Express neu starten. Die alten Mails sollten dann auch wieder auf dem neuen System zu finden sein.
Im großen Microsoft Outlook haben Sie mit der Sicherung Ihrer Kontakte (siehe oben) auch Ihre Mails gesichert. Zum Zurücksichern gehen Sie vor, wie oben bei den Kontakten beschrieben.

4.1.1.2 Windows-Mail und Vista Kontakte

In Windows Vista sind die Kontakte im Benutzerordner jedes Benutzer hinterlegt. Unter C:\Benutzer\<Benutzername>\Kontakte finden Sie die entsprechenden Einträge. Sichern Sie diesen Ordner einfach komplett mit ihren anderen persönlichen Dateien und kopieren Sie ihn später wieder zurück.
Die E-Mails aus Windows-Mail, dem Nachfolger von Outlook-Express befinden sich in folgendem Ordner:
C:\Benutzer\<Benutzername>\AppData\Local\Microsoft\Windows Mail\Local Folders
Hier befinden sich alle lokalen E-Mail-Ordner, die Sie auch im Programm selbst sehen. Die E-Mails finden Sie jeweils als Datei mit der Endung EML.

4.1.1.3 Microsoft Office Outlook-Kontakte und E-Mails

Zunächst einmal. Es gibt ein Tool von Microsoft, dass Ihnen das Sichern von Daten und Kontakten aus Outlook heraus ermöglicht. Dieses können Sie bei Microsoft herunterladen und zum Sichern Ihrer Dateien benutzen. Wenn Sie jedoch Ihre Kontakte (und damit auch Ihre Mails) händisch sichern wollen, steht hier wie es geht. Die Kontakte von Microsoft Outlook (nicht Outlook Express) sind in der persönlichen Ordner-Datei (pst-Datei) im Benutzerprofil jedes Benutzers hinterlegt. Wo die Datei genau liegt, ist abhängig von der Windowsversion, die Sie einsetzen. Windows 2000 und xp kennen nur einen Profilpfad. Navigieren Sie im Verzeichnis

C:\Dokumente und Einstellungen \<Benutzername>\Anwendungsdaten\

zum Ordner Microsoft\Outlook und sichern Sie die PST-Datei.

Windows Vista kennt drei Profilpfade, nämlich:

C:\Benutzer\<Benutzername>\AppData\Local
C:\Benutzer\<Benutzername>\AppData\Local Low
C:\Benutzer\<Benutzername>\AppData\Roaming

Im Ordner Local befinden sich wieder die oben schon erwähnt Verzeichnisse:  \Microsoft\Outlook, in denen sich die PST-Dateien befinden.

Beim Zurücksichern gehen Sie später wie folgt vor: Öffnen Sie Outlook und erstellen Sie ein E-Mail-Konto. Es wird dabei eine Willkommensnachricht erzeugt und damit auch wieder eine PST-Datei angelegt. Schließen Sie Outlook und tauschen Sie diese Datei durch Ihre gesicherten Dateie. Nach einem Outlook-Neustart müssten Sie wieder Ihre Mails und Kontakte vorfinden. Nach der Kopieraktion kann es nun vorkommen, dass Ihr Adressbuch nicht mehr verfügbar ist. Sie sehen zwar die Kontakte in der Kontaktansicht, allerdings können Sie keinen neuen Regeln erstellen und in einer E-Mail nicht durch einen Klick auf den Button "An..." einen Kontakt auswählen, an den die E-Mail gesendet werden soll. Es erscheint folgende Fehlermeldung:
"Die Adressliste kann nicht angezeigt werden. Der mit dieser Adressliste assoziierte Kontaktordner wurde verschoben oder gelöscht, oder Sie haben keine Zugriffsberechtigung. Informationen über das Entfernen dieses Ordners finden Sie in der Microsoft Office Outlook-Hilfe."

Um dieses Problem zu beheben gehen Sie wie folgt vor:
Outlook-Navigationsleiste - KontakteGehen Sie in die Ansicht "Kontakte". In der Outlook-Navigationsleiste auf der linken Seite finden Sie einen Bereich "Meine Kontakte" und darunter ein Icon "Kontakte" wie links gezeigt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie "Eigenschaften". Es erscheint ein Eigenschaften-Fenster. Hier müssen Sie in den Reiter "Outlook-Adressbuch" wechseln und das Häkchen bei "Diesen Ordner als E-Mail-Adressbuch anzeigen" setzen. Ist das geschehen muss noch ein zweiter Schritt erfolgen.
Gehen Sie ins Menü "Extras" und wählen Sie den Punkt "Adressbuch" aus. Es erscheint wieder die Fehlermeldung, die Sie ignorieren können. Innerhalb des Adressbuches gehen Sie nun auf erneut ins Menü "Extras" und wählen dort "Optionen". Sie sehen ein Dialogfeld mit drei Dropdownleisten. Klicken Sie die erste Dropdownliste (Diese Adressliste zuerst anzeigen") aus. Es sollten dort nun drei Einträge existieren 1. "Mircosoft Outlook Adressbuch", 2. "Kontakte" und ein weiteres Mal "Kontake" wählen Sie hier den untersten Eintrag "Kontakte" aus und bestätigen Sie den Dialog. Sie sollten nun im Adressbuch schon Ihre Einträge sehen können. Hat das nicht geklappt, wählen Sie den anderen Eintrag "Kontakte" im zuvor beschriebenen Dialog aus.

Sie können übrigens auch Ihre E-Mail-Regeln in eine Datei exportieren und nachher wieder importieren. Weitere Infos dazu erhalten Sie im Internet. Die Regeln liegen ab Office 2007 jedoch auch in der PST-Datei und müssen daher nicht mehr separat gesichert werden.

4.1.2 Konten für E-Mail- und Newsserver

Die Zugangsdaten bei Mail- und Newskonten am besten in einer Exceltabelle mit dieser Form auf einem USB-Stick oder einer Diskette sichern, die zu Hause weggeschlossen wird.

Mustertabelle:

Ihr bekommt die Daten der Konten heraus, in dem Ihr sie Euch in Outlook Express im Menü "Extras" --> "Konten" anzeigen lasst und bei jedem Konto über Eigenschaften die Details abruft.

4.1.3 Favoriten und Internet-Lesezeichen

Alle Browser ermöglichen das Anlegen von Verweisen auf Internetseiten. Dies ist nicht nur ungemein praktisch, sondern führt zu Ärger, wenn diese Links bei einer Neuinstallation verloren gehen. Das blöde ist nur: Jeder Browser legt diese Daten an anderer Stelle ab.

a. Internet Explorer

Relativ einfach ist das Sichern noch beim Internet Explorer. Seine Lesezeichen heißen Favoriten und liegen in einem entsprechend benannten Ordner. Er liegt je nach Windowsversion an folgenden Stellen:

C:\Favoriten (Win95, Win98)
C:\DOKUMENTE UND EINSTELLUNGEN\<Benutzername>\Favoriten\   (Windows 2000/ Windowsxp)
C:\Benutzer\<Benutzername>\Favoriten

b. Mozilla oder SeaMonkey

Beim Mozilla werden die Lesezeichen im Profilverzeichnis des Nutzers in einer Datei bookmarks.htm abgelegt. Suchen Sie diese Datei entweder in

C:\DOKUMENTE UND EINSTELLUNGEN\<Benutzername>\Anwendungsdaten\Mozilla\  und den Unterverzeichnissen oder

unter

C:\Benutzer\<Benutzername>\AppData\Roaming und den dazugehörigen Unterverzeichnissen. Diese Datei kann nachher wieder an diese Stelle kopiert werden und die leere Standarddatei überschreiben.

Bei allen anderen Browsern (Opera, Netscape etc.) hilft Ihnen das Internet weiter.

4.1.4 Internetverbindungen

 Internet-Wählverbindungen können nicht mehr gesichert werden. Es hilft nur die Daten abzuschreiben und die Verbindung nachher neu anzulegen.

4.1.5 Dateien sichern

Sind noch alte Daten auf dem Rechner, die wichtig sind und gerettet werden sollen, so sind in der Regel diese Verzeichnisse samt Dateien auf CD zu sichern und nachher an die Stelle zurück zu kopieren. Neben den Eigenen Dateien jedes Benutzers sollten auch die Gemeinsamen Dokumente (Windowsxp) oder der Ordner Öffentlich (Windows Vista) mitkopiert werden. Beachten Sie, dass Benutzer unter Umständen auch Dateien direkt auf dem Desktop gespeichert haben. Außerdem ist es sinnvoll auch noch nach anderen Lokalen Ordnern z.B. C:\Briefe etc. zu schauen. Benutzer sind in dieser Hinsicht immer sehr erfinderisch.
Es macht übrigens wenig Sinn, die Desktop und Startmenü-Einstellungen mit zu übertragen, weil die meisten Anwendungen auf dem neuen System eventuell leicht anders installiert werden als zuvor.

4.2. Windows installieren

Vor der Installation sollte man sich sehr genau Gedanken darüber machen, was man tatsächlich benötigt. Steht die Wahl zwischen mehreren Windows-Versionen offen, kann man sich sehr viel Arbeit und Frust ersparen indem man das passende Windows wählt. Nur wer braucht welches Windows? Und welche stehen überhaupt zur Verfügung?
Generell sollte man sich darüber im Klaren sein, dass gegenwärtig für Clientrechner nur zwei Versionen ernsthaft zur Debatte stehen: Windowsxp und Windows Vista. Für welche Sie sich entscheiden, sollte maßgeblich davon abhängen, wie viel Geld für Hardware sie investieren wollen. Vista und 7 haben nämlich einen großen Ressourcenhunger.

Einsatzzweck xp-Variante Vista-Variante  7-Variante
Standalone-Rechner, Briefe schreiben, Internetsurfen Home Edition Home Basic Starter
Home-Theatre PCs zum Fernsehen, Aufzeichnen und Wiedergeben von digitalen Medien Media Center Edition Home Premium Home Premium
Firmen-PCs für kleine und mittelständische Unternehmen Professional Business Professional
Firmen-PCs für große Unternehmen Professional Enterprise Enterprise
alle oben genannte Zwecke zugleich Media Center Edition Ultimate Ultimate

Enterprise

Soll es Server werden -vielleicht als Dateiserver- auf dem jeweils jeder Mitarbeiter seine Dateien ablegen kann, so ist Windows 2003/2008/2008R2 Server die richtige Wahl. Hierbei ist darauf zu achten, dass außer der Windows-Lizenz noch sogenannte Client-Lizenzen benötigt werden. Diese sind nötig, damit sich ein normaler PC überhaupt an dem Server anmelden darf. Normalerweise sind fünf solcher Lizenzen als Paket erhältlich. Schon bei der Installation werden Sie nach dem Lizenzierungstyp gefragt. Die Serverbetriebssysteme gibt es in unterschiedlichsten Varianten um das Einsatzspektrum möglichst genau abzudecken. Lediglich die Data Center Edition, also sozusagen, das Topmodell wird nur vorinstalliert ausgeliefert.

Die folgenden Abschnitte beschreiben die Installation von der normalen Installations-CD, sollten Sie beabsichtigen ein Service Pack in die Installations-CD zu integrieren um bei der Installation Zeit zu sparen, so können Sie in folgendem Artikel nachlesen wie dies funktioniert:
→ http://support.microsoft.com/kb/894947/DE/

4.2.1 Vorbereiten der Installation

4.2.1.1 Mindestanforderungen[1]

Nicht jeder Rechner verträgt Windows Vista oder Windowsxp. Besonders ältere Rechner würden durch die zahlreichen optischen Gimmicks so sehr ausgebremst, dass ein vernünftiges Arbeiten kaum mehr möglich wäre. Das simple Öffnen eines Menüs würde dann schon eine kleine Ewigkeit dauern. Microsoft hat deshalb bestimmte Mindestanforderungen gesetzt. Sind diese nicht erfüllt, lässt sich das System erst gar nicht installieren. Generell bedeutet aber auch ein Erfüllen dieser Mindestanforderungen nicht, dass das System dann fehlerfrei oder zufriedenstellend läuft.

Komponente Windowsxp Windows Vista Windows 7
Prozessortaktung MHz 233 (300) 800 (1.000) >=1.000
Arbeitsspeicher MB 64 (128) 512 (1.024) 1.024
Festplattenplatz GB 1,5 20 (40) 16/20
Grafikspeicher --- (Direct X 8.1) --- (128 + WDDM 1.0) --- (128+ WDDM 1.0)
Grafikauflösung 800x600 Bildpunkte 1024x768 1024x768
optisches Laufwerk CD-ROM DVD-ROM (DVD-RW) --- (DVD-ROM/
USB-Stick)

4.2.1.2 Booten von der CD / DVD

Legen Sie das Windows Installations-Medium ins Laufwerk und starten Sie den Rechner neu. Stellen Sie sicher, dass im BIOS die Bootreihenfolge einen Start von diesem Medium vor einem Start von Festplatte vorsieht. Ansonsten ändern Sie dies bitte in den Advanced Features. (z.B. Boot Device: DVD-Rom, HDD0 an Stelle von HDD0, DVD-ROM). Nun wird zunächst dieses Laufwerk abgefragt, ob eine bootfähige DVD eingelegt ist. Alternativ können Sie Windows auch von einem USB-Stick installieren, wenn Ihr Rechner dies unterstützt. Microsoft bietet dafür eigens das sogenannte Thumb Drive Preparation Tool, mit dem Sie den USB-Stick bootbar machen können und gleichzeitig das DVD-Image übertragen können. Anleitungen dazu finden Sie im Internet.

4.2.1.3 Länder- und Uhrzeiteinstellungen

Den Dialog zur Formateinstellung der Länder- und Uhrzeiteinstellung können Sie in der Regel übergehen. Es sei denn Sie wollen den Rechner für eine andere Zeitzone oder ein anderes Tastaturlayout einrichten, als es für die von Ihnen gekaufte Version vorgesehen ist. Eine in Deutschland gekaufte Windows-Version installiert sich im Standard mit deutschem Tastaturlayout und der Mitteleuropäischen Zeitzone. Normalerweise wird die Zeit auch später über einen Internetzeitserver von Microsoft aktualisiert. Haben Sie das hinter sich kann die eigentliche Installation losgehen.

Im zweiten Bild haben Sie die Wahl: Entweder Sie wollen eine alte Installation auf dem Computer reparieren oder  Sie führen die Installation wirklich durch:

4.2.2. Installationsvorgang

Die bis Windowsxp übliche Komponentenauswahl entfällt bei einer Installation von Windows Vista üblicherweise. Man kann jedoch die Komponenten nachträglich hinzufügen (Windows-Komponenten ein- oder ausschalten). Eventuell ist es sinnvoll einen Teil oder alles der Internet Information Services auf diesem Wege nachzuinstallieren.

4.2.2.1  Lizenz

Um Windows zu betreieben müssen Sie einen gültigen Lizenzschlüssel für Ihre Installation haben und dem Lizenzvertrag zustimmen. Anhand des Lizenzschlüssels entscheidet die Installationsroutine, welche Edition von Windows installiert wird. Auf der Windows-DVD sind nämlich alle Versionen bis auf die Enterprise Edition vorhanden. Auch für die Serverversionen gibt es eine eigene Installations-DVD.

Neben dem gültigen Lizenzschlüssel muss jedes Microsoft Programm auch noch aktiviert werden. Windows macht dabei keine Ausnahme. So lange eine Internetverbindung besteht kann diese Aktivierung automatisch bereits im Zuge der Installation erfolgen. Das dauert dann nur einige Sekunden. Alternativ können Sie die Aktivierung auch anonym über Telefon vornehmen. Bei Windows Vista ist die Prozedur etwas verändert worden. Windows kontaktiert regelmäßig Microsoft und "erneuert" die Aktivierung regelmäßig. Kann Windows dies nicht regelmäßig tun, wird irgendwann wieder die Aktivierroutine nerven. Eine "Neuaktivierung" wird übrigens immer dann fällig, wenn Sie mehrere Hardwarekomponenten tauschen. Im Internet finden Sie eine Liste der Komponenten, die zur Neuaktivierung führen würden. Firmen, die aus Sicherheitsgründen einen Rechner nicht über das Internet aktivieren wollen, können einen speziellen Aktivierungsserver einrichten, der dann seinerseits die Aktivierung über das Internet vornimmt. Wenn Sie die Aktivierung hier nicht mit auswählen, meldet Windows sich nach drei Tagen und fordert Sie dann regelmäßig auf dies zu tun.
 Früher ging an dieser Stelle nichts weiter, wenn Sie keinen Lizenzschlüssel eingegeben haben. Die Installation benötigte ihn zwingend. Wurde er nicht eingegeben, war Windows nicht zum Betrieb zu bewegen. Windowsxp mit bereits integriertem Service Pack 3, sowie alle nach Windows 2003 erschienenen Versionen können zunächst auch ohne den Key installiert werden und laufen dann für einige Zeit (30 (Clientversionen) /60 (Serverversionen) Tage) mit allen Funktionen. Danach muss der Schlüssel aber eingegeben werden oder Windows schaltet ab. Die Frist kann durch Eingabe des Kommandos

slmgr -rearm

an einer Administrator(!)-Konsole zwei mal wieder zurückgesetzt werden. Haben Sie keinen Schlüssel eingegeben, weil Sie Windows zum Beispiel nur kurzfristig in einer Testinstallation laufen lassen wollen, können Sie in einem weiteren Bildschirm auswählen, welche Version der DVD installiert werden soll.

Vergessen Sie nicht, den Haken unten noch zu aktivieren und dann auf weiter zu klicken. Anschließend müssen Sie noch dem Lizenzvertrag zustimmen. Interessant ist übrigens die Rechtslage in Deutschland, weil der Lizenzvertrag eigentlich vor dem Kauf einsehbar sein müsste. Im Internet finden Sie dazu eine ganze Reihe weitergehender Informationen. Wie auch immer: Ohne den Haken bei Akzeptieren läuft die Installation nicht weiter.

4.2.2.2  Installationsart

Wurde die Installation aus einem gestarteten Windows heraus angestoßen (zum Beispiel durch Einlegen der DVD bei gestartetem System), haben Sie die Möglichkeit "Upgrade" zu wählen. Bei dieser Installationsart können Sie zum Beispiel einen XP-Rechner aktualisieren ohne Ihre Einstellungen und Programme neu installieren zu müssen. Windows prüft bei dieser Auswahl aber, ob alle installierten Programme auch mit Vista kompatibel sind oder nicht. Bei einer Neuinstallation oder Installation mit Start direkt von der DVD bleibt nur "Benutzerdefiniert". Bei dieser Auswahl steht ihnen noch die Auswahl der Installationsfestplatte etc. bevor.

4.2.2.3 Laufwerksoptionen

Ihre ersten Entscheidungen, die Sie jetzt fällen sind die Wichtigsten, denn es ist kaum möglich diese Entscheidungen später ohne eine Neuinstallation zu korrigieren. Wenn Sie zum Beispiel nicht alle Komponenten von vornherein installiert haben, können Sie diese jederzeit nachinstallieren. Die Einteilung, Partitionierung und Auswahl der richtigen Festplatte hingegen können Sie kaum nachträglich ändern, es sei denn Sie greifen auf Disk-Tools zurück. Diese funktionieren jedoch nicht 100%ig reibungslos.
Die Installation sucht zunächst nach bereits bestehenden alten Windows-Installationen. Anschließend haben Sie die Möglichkeit auszuwählen auf welcher Festplattenpartition Windows installiert werden soll und ob eine bestehende Installation verschont bleiben soll. Sie können über die erweiterten Laufwerksoptionen auch auswählen die Partitionen zuerst neu zu formatieren oder versuchen eine alte Windowsinstalltion neu zu installieren. Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit aus einer physischen Festplatte mehrere logische Laufwerke, so genannte Volumes, zu machen - sie zu partitionieren.
Der Punkt "Treiber laden" ermöglicht es Ihnen Treiber für Ihren Laufwerkscontroller zu installieren. In der Regel trifft Sie dies nur, wenn Sie ein Festplatten RAID mit einem eigenen Hardwarecontroller einsetzen. in dem Fall stellt der Hersteller den Treiber dafür bereit.

4.2.2.4 Beginn der Installation

Nachdem dieser Schritt erledigt wurde, werden noch ein paar weitere Treiber geladen die Dateien von der DVD auf die Festplatte kopiert und die Installation von Windows gestartet. Besteht zu diesem Zeitpunkt schon eine Internetverbindung kann Windows bereits einige Dateien der Installation über Windows Update aktualisieren.

4.2.2.5 Abschluss der Installation

Gegen Ende der Installation fordert das Setup Sie auf ein Benutzerkonto anzulegen, ein Bild auszuwählen und für Ihr Konto ein Kennwort zu vergeben. Mit diesem Konto können Sie sich nun am System anmelden, weitere Benutzer einrichten und das System auf Ihre Wünsche anpassen.

Außerdem können Sie nun einen Computernamen, den sogenannten "Hostname" vergeben. Dieser ermöglicht es, den Rechner im Netz außer mit seiner IP-Adresse auch mit diesem Namen anzusprechen.

Zum Abschluss dürfen Sie nun noch ein Standardhintergrundbild auswählen und mit weiter einige Sicherheitseinstellungen zu Windows Update vornehmen.

Wählen Sie die von Ihnen gewünschte Einstellung aus (am besten nicht die Dritte Option) und Sie gelangen noch zur Uhrzeit und Kalendereinstellung.

Nun noch ein Dialog zum Netzwerkstandort Ihres Rechners. Die Optionen sind ausführlich erklärt.
Danach startet das System. Bei Windows Vista folgt nun eine Leistungsanalyse des Rechners, die etwa 5 Minuten in Anspruch nimmt. Bei Windows 7 startet das System danach direkt.

4.3 Windows einrichten

4.3.1 Notwendige Tätigkeiten

Theoretisch können sie Windows direkt nach der Installation komplett nutzen. Allerdings sind viele sinnvolle Funktionen zunächst deaktiviert und viele überflüssige aktiviert. Zudem fehlt ein Virenscanner, der ihnen zumindest eine grundlegende Sicherheit vor Schadsoftware gibt.
Sie sollten nun wirklich zu allererst den Virenscanner installieren und dann über das Internet aktualisieren. Für welchen Sie sich dabei entscheiden, sollten Sie von den Tests der letzten Monate abhängig machen. Viele Computerzeitschriften testen Virenscanner regelmäßig auf Erkennungsraten und der Zeit, die vergeht bis ein neu entdeckter Virus in die Definitionen aufgenommen wurde und unschädlich gemacht werden kann. Frei Antivirensoftware schneidet der Erfahrung nach hier deutlich schlechter ab als kommerzielle.
Im Anschluss an den Virenscanner sollten Sie von Microsoft alle Sicherheitsupdates sowie empfohlenen Aktualisierungen holen. Die optionalen Komponenten sollten Sie immer nur dann auch herunterladen, wenn Sie sie wirklich benötigen. So bleibt das System schlank, stabil und weniger anfällig für Sicherheitslecks. Um Updates auch für andere Produkte neben Windows zu erhalten empfiehlt es sich auf der Startseite von Windows Update die Option "Microsoft Update" einzuschalten.
Im laufe eines Produktlebenszyklus veröffentlicht Microsoft auch so genannte Service Packs. Diese enthalten alle seit erscheinen veröffentlichten Updates aber auch einige weitere Verbesserungen, die nicht über die Windows Update-Routine ausgeliefert werden. Daher sollten Sie auf einem neuen System zuerst immer das aktuellste Service Pack installieren. Später empfiehlt es sich jedoch immer, zunächst ein Systembackup zu fertigen, da Service Packs oft sehr umfangreich sind und viele Systemressourcen verändern. Dadurch kann es später dazu kommen, dass Programme nicht mehr wie gewohnt funktionieren und ihrerseits erst Korrekturen für veröffentlichte Service Packs benötigen.

4.3.2 Anpassung

Nun zu den persönlichen Einstellungen. Diese werden im jeweiligen Benutzerprofil gespeichert und gelten immer nur für einen Benutzer (Es sei denn es ist ausdrücklich anders beschrieben).
Ich meine hier übrigens nicht, ob Windows im klassischen oder Designmodus läuft, sondern wirkliche Funktionen. Für welches Aussehen Sie sich entscheiden, sollten sie schlichtweg für sich entscheiden. Sie sollen ja gern mit dem Rechner arbeiten.

4.3.2.1 Standardicons einblenden

Wenn Sie gewohnt sind, die Standardicons auf dem Desktop vorzufinden, werden Sie feststellen, dass diese nur bei Verwendung des klassischen Startmenüs automatisch auf dem Desktop auftauchen. Um die Icons jederzeit einblenden zu lassen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop und wählen Sie "Eigenschaften" (XP) oder "Anpassen" (Vista, Windows 7).
Unter Windows XP wählen Sie nun "Desktop" --> "Erweitert". Anschließend haben Sie die Möglichkeit die gewünschten Icons einzublenden. Unter Windows Vista sehen Sie direkt in der Aufgabenleiste des Dialogfelds "Desktopsymbole ändern".

4.3.2.2  Die Bildschirmauflösung anpassen

Ebenfalls im Dialogfeld "Anpassung" von Windows Vista oder  im Systemeigenschaftendialog von Windows XP können Sie die Systemauflösung anpassen. Die Bildschirmauflösung muss mit dem verwendeten Monitor übereinstimmen. Mehr Details und gängige Formate dazu finden SIe im Kapitel "Hardware".
Wählen Sie eine Auflösung, die für Sie angenehm zu Lesen it.

4.3.2.3 Die Menüleiste wieder einblenden

Wenn Sie mit Windows Vista oder 7 arbeiten, werden Sie feststellen, dass die Menüleiste aus jedem Fenster verschwunden ist. Wenn Sie sie wieder haben wollen, rufen Sie die Systemsteuerung --> Ordneroptionen auf. Auf der Registerkate "Ansicht" wählen Sie im Bereich Erweiterte Einstellungen:
"Immer Menüs anzeigen" aus. Schon haben Sie die Menüleiste wieder. Die Leiste wird auch kurz eingeblendet, wenn Sie in einem Explorerfenster schlicht die Alt-Taste drücken.

4.3.3 Systemwiederherstellung

In der Vergangenheit war es immer ein wenig riskant Änderungen wie Updates oder Installationen an einem System vorzunehmen. Nach jeder dieser Änderung war es möglich, dass das System nicht mehr startete oder zumindest nicht mehr wie gewünscht funktionierte. Daher hat Microsoft reagiert und das Mittel der Systemwiederherstellung in Windows implementiert. Das erste Windows, das damit ausgeliefert wurde war Windows Millenium Edition. Die Systemwiederherstellung (englisch "System restore") ist danach in Windows xp, Vista und 7 weiterentwickelt worden. Im Prinzip werden dabei Sicherungskopien aller zu verändernder Dateien in einem geschützten Ordner abgelegt und können bei Bedarf von Windows verwaltet wieder zurückkopiert werden. Seit Windows Vista wird standardmäßig einmal täglich und bei jedem Systemstart ein Wiederherstellungspunkt erstellt. Punkte können natürlich bei Bedarf auch manuell erstellt und wieder zurückgespielt werden. Das entsprechende Programm befindet sich im Startmenü unter "Alle Programme" --> "Zubehör" --> "Systemprogramme" --> "Systemwiederherstellung".

Windows Search Indizierungsoptionen4.3.4 Suchindizierung

Die Suchindizierung durchstöbert ihren Computer, ihre Dateien und wenn Sie mögen auch ihre E-Mails nach Schlagworten, sodass Sie beim Suchen weniger lange auf Ergebnisse warten müssen. Wenn Sie Windows Search installiert haben (bei Vista und 7 standardmäßig) haben Sie so auch die Möglichkeit Dateiinhalte statt nur Dateinamen zu durchsuchen. Sie können die Suche aber auch anpassen, denn die Suche lässt ihre Festplatte in den ersten Tagen nach einer Neuinstallation doch ziemlich massiv arbeiten.

4.3.4.1 Festlegen was indiziert werden soll

In der Systemsteuerung finden Sie den Punkt Indizierungsoptionen. Nach einem Klick darauf öffnet sich ein Dialogfeld, dass Ihnen alle Orte präsentiert, die von Windows bereits indiziert wurden. Sie können hier weitere Orte hinzufügen, die auch noch in den Index aufgenommen werden sollen, oder Verzeichnisse explizit ausschließen um den benötigten Speicherplatz für den Index zu reduzieren. Unter "Erweitert" haben Sie auch die Möglichkeit den Speicherort für den Index zu verändern.

4.3.4.2 Festlegen wo gesucht werden soll

Windows durchsucht standardmäßig bei jedem Suchvorgang ihre eigenen Dateien. Ob alternativ der gesamte Index (also auch der öffentliche Ordner) mit durchsucht werden soll, hängt von einer Einstellung im Startmenü ab. Um das festzulegen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf der Startbutton und wählen Sie "Eigenschaften". Es sollte oben der Reiter "Startmenü" bereits ausgewählt sein. Klicken Sie nun auf "Anpassen". In der folgenden Liste können Sie die Sucheinstellung abändern. Unter Windows 7 heißt der Punkt "Andere Dateien und Bibliotheken durchsuchen" --> "Mit öffentlichen Ordnern suchen" unter Windows Vista heißt der Punkt "Dateien suchen" --> "Gesamten Index durchsuchen".

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Quellenangaben

[1] Mindestanforderungen Windows Vista: [URL: http://www.winfuture.de/news,25477.html]
Datum der letzten Recherche 05.07.2006 09:52 Uhr
[1] Mindestanforderungen Windows 7: [URL http://www.microsoft.com/windows/windows-7/get/system-requirements.aspx]
Datum der letzten Recherche 28.08.2009 14:25 Uhr

 

Letzte Aktualisierung 30.04.2011 23:45 Uhr
© by Stefan Klebs (2004-2011)