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2: Benutzerverwaltung
Modul C: IT-Sicherheit
Lektion 2: Benutzerverwaltung
Wann immer Sie sich an einem Computer, auf einer Webseite oder in einer Geschäftsanwendung bewegen, müssen Sie sich
anmelden. Dazu haben Sie entweder von einem Systemverwalter Zugangsdaten erhalten oder sich selbst registriert. Oft kann man bei
der Registrierung unzählige Informationen hinterlegen. Nicht alle diese Informationen werden tatsächlich für den Zweck
benötigt, aber Menschen sammeln eben gerne. Wenn Ihnen wichtig ist, dass Sie nicht zu viel preisgeben, achten Sie darauf, welche
Informationen Pflichtfelder sind. Oft sind diese mit einem Sternchen gekennzeichnet.
Was aber steht technisch hinter Ihren Anmeldedaten? Zunächst einmal ein Benutzerkonto, dass alle Ihre Daten (Name, Vorname,
Adressen, Telefonnummer etc.) enthält. Das Benutzerkonto symbolisiert Sie also. Wenn Sie sich anmelden "authentifizieren"
sich also. Es hört sich merkwürdig an, aber Sie stellen klar, dass Sie auch wirklich Sie sind. Die Authentifizierung kann
per Benutzername und Kennwort, per biometrischem Merkmal oder per Zertifikat (siehe Lektion 3) erfolgen.
Benutzerkonten können Mitglied in einer Benutzergruppe sein. Meistens sind Benutzergruppen mit Berechtigungen
verknüpft, sodass Ihnen die Mitgliedschaft in einer Gruppe den Zugriff auf etwas gewährt oder verweigert. Man spricht
dann von der Autorisation, die nicht mit der Authentifizierung zu verwechseln ist. Das dritte, was ihr Abbild abrundet, ist das
so genannte Benutzerprofil. Im Benutzerprofil werden all Ihre Einstellungen und Vorlieben gespeichert, die Sie im Laufe
der Zeit einstellen. In Windows ist dies zum Beispiel Ihr Hintergrundbild, Ihre Favoriten, das Format für Datum, Uhrzeit
und Währung etc. Wie kommen Sie nun also unter Windows zu einem Benutzerkonto?
2.1 Benutzerkonten
Windows kennt zwei Arten von Benutzerkonten: ein lokales Konto, das nur auf einem Rechner angelegt ist und nur dort zur
Anmeldung verwendet werden kann und ein Domänenkonto, das in einem Verzeichnisdienst wie dem Active Directory vorkommt
und sich grundsätzlich an allen Rechner der Domain anmelden darf. Im Alltag wird das Konto jedoch in der Regel auf die
Rechner eingeschränkt, an denen eine Anmeldung auch tatsächlich vorgesehen ist.
Welche Rechte das Konto dann jeweils hat, wird wie oben schon erwähnt mit Benutzergruppen ausgesteuert. Dazu später
mehr.
Wenn Sie einen Rechner daheim betreiben, kennen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit schon die Systemsteuerungsoption
"Benutzerkonten". Hier können Sie lokale Benutzerkonten erstellen, Kennwörter erstmalig setzen, ein
Anmeldebild setzen und wählen, ob das Benutzerkonto Mitglied in der Benutzergruppe der lokalen Benutzer oder der lokalen
Administratoren sein soll. Mehr können Sie dort normalerweise nicht tun. Von daher vergessen wir diesen Punkt ganz schnell
wieder. (Falls Sie noch die Windowsxp-Home Edition) nutzen verabschiede ich mich jetzt von Ihnen, denn alles was
jetzt folgt steht Ihnen nicht zur Verfügung. Als Nutzer der Home-Versionen von Windows Vista und Windows 7 stehen Ihnen
aber die meisten der im folgenden beschriebenen Funktionen aus den Professional und Ultimate-Versionen auch zur Verfügung.
Um zur Benutzerverwaltung zu gelangen klicken Sie mit der rechten Maustaste auf "Computer" und wählen Sie
"Computerverwaltung". Dort finden Sie "Lokale Benutzer und Gruppen".
Unter „Benutzer“ lassen sich Benutzerkonten anlegen und bearbeiten, unter „Gruppen“ lassen sich
Gruppen anlegen und ebenfalls bearbeiten. Das werden wir aber später noch genauer besprechen.
Im Ersten der drei Reiter können Sie zunächst einen vollständigen Namen zum Benutzernamen hinterlegen und dem
Konto eine Beschreibung hinzufügen. Außerdem können Sie im unteren Bereich bestimmen, ob das Konto gesperrt oder
deaktiviert sein soll.
Es lassen sich auch einige Kennwortregeln ein- oder ausschalten. So können Sie zum Beispiel festlegen, ob der Benutzer
das Kennwort änden muss, wenn er sich das nächste Mal anmeldet oder ob er es überhaupt ändern kann oder
ob das Kennwort nach einer bestimmten Frist abläuft.
Im zweiten der beiden Reiter "Mitgliedschaft" können Sie bestimmen, welchen Gruppen das Konto angehören
soll. Ein Benutzer kann mehreren Gruppen angehören um die Privilegien all dieser Gruppen zu erhalten.
Der letzte Reiter "Profil" kann dazu benutzt werden das Benutzerprofil, das ja standardmäßig unter Dokumente und
Einstellungen liegt, an einen anderen Ort zu verschieben und dem Benutzer optional die Ablage für ein Startskript
mitzugeben, das bei jeder Anmeldung des Benutzers ausgeführt werden soll.
Im unteren Bereich des dritten Reiters gibt es zusätzlich noch den Bereich "Basisordner", der es ermöglicht,
den Basisordner des Profils auf einen anderen Rechner zu verschieben, zum Beispiel auf einen Dateiserver, und direkt beim Start
eine Verbindung damit herzustellen um einen Zugriff sofort zu ermöglichen.
2.1.3 Kennwörter zurücksetzen
Wird es einmal nötig, das Kennwort für ein Benutzerkonto zurückzusetzen, gibt es dazu zwei Wege. Erstens
können Sie im Snap-In "Lokale Benutzer und Gruppen" unter "Benutzer" das Benutzerkonto mit dem
vergessenen Kennwort auswählen und mit einem Rechtsklick "Kennwort zurücksetzen..." wählen. Dieser
Weg funktioniert allerdings nur bei Windows Vista und Windows 7 und deren Servervarianten.
Der zweite Weg steht Nutzen aller Windowsversionen offen. Drücken Sie die Windowstaste und die Taste "R"
gleichzeitig. Es öffnet sich der Dialog "Ausführen..." Dortgeben Sie ein „
control userpasswords2 “. Das links gezeigte Dialogfeld erscheint.
Sie können nun das entsprechende Konto auswählen und im unteren Bereich „Kennwort zurücksetzen“ wählen.
Der zweite Reiter „Erweitert“ führt Sie zu einigen Zusatzfunktionen (unter anderem zum Erzwingen des
Strg+Alt+Entf-Drückens für die Anmeldung) und wieder zurück zum Snap-In „Lokale Benutzer und
Gruppen“, das vorher oben schon erwähnt wurde.
Jedes Benutzerkonto hat übrigens zwar einen Benutzernamen wie Administrator oder Paul, aber im System wird hinter jedem
dieser Namen ein komplexer Schlüssel abgelegt, der sichtbar wird, wenn ein Benutzerkonto gelöscht wird, aber dazu
noch Dateien bestehen, bei denen das Benutzerkonto Eigentümer war. Dieser Schlüssel heißt "SID".
Dieser Sicherheitsmechanismus kann Sie übrigens selbst treffen, wenn Sie persönliche Daten auf einer zweiten
Festplatte speichern und irgendwann ihr Windows neu installieren. Das neue Windows kann dann nicht auf die alten Daten
zugreifen, selbst wenn das Benutzerkonto gleich heißt, der Schlüssel ist doch ein anderer! In solch einem Fall
können Sie entweder vorher „Jeder“ als Berechtigung eintragen oder den Besitz des Objektes übernehmen.
2.2 Benutzerprofile
Das Benutzerprofil ist ein Ordner, in dem ein Teil der Systemregistrierung (nämlich der des gegenwärtigen Benutzerkontos
HKEY_CURRENT_USER) und eine Vielzahl an Dateien gespeichert sind, die oft Einstellungen beinhalten, die der Benutzer getroffen hat.
So wird zum Beispiel das aktuelle Hintergrundbild, ausschließlich für den Benutzer gespeicherte Themes und Minianwendungen,
Caches von Browsern, Temporäre Dateien vom CD-Brennen aber auch andere Einstellungen dort abgelegt.
In jedem Fall liegt das komplette Profil unter C:\Benutzer\Userid\ (eigentlich C:\Users\Userid) im versteckten Ordner
"AppData". Unter Windowsxp findet man ihn unter "C:\Dokumente und Einstellungen\Userid\Anwendungsdaten".
In Unternehmensnetzwerken wird das Profil auf einen Server repliziert, damit Sie Ihre Einstellungen auch an anderen Rechnern
wiederfinden. Es gibt jedoch eine Besonderheit: Das Benutzerprofil besteht aus zwei Teilen, dem lokalen und dem Roaming-Teil. Der
lokale Teil enthält die Einstellungen, die sich konkret auf einen Computer beziehen und die eventuell Schaden anrichten
würden, wenn Sie mit Ihrem Profil Einstellungen auf einen anderen Rechner bringen würden.
Seit Windows Vista befindet er sich in den Unterordnern Local und Local Low des Ordners AppData. Vorher befand er sich im Ordner
Lokale Einstellungen im Ordner Anwendungsdaten. Außerdem nicht repliziert wird der Ordner "Temporary Internet Files",
also der Browsercache des Internet Explorers.
Alle anderen Teile des Profils werden bei servergespeicherten Profilen zum Server zurückgeschrieben.
Wo genau das servergespeicherte Profil liegt können Sie in den Eigenschaften zum Benutzerkonto (siehe oben) auf der Profil-
Registerkarte festlegen. Dort geben Sie einfach einen UNC-Pfad zum Speicherort an.
2.3 Benutzergruppen
Im Snap-In "Lokale Benutzer und Gruppen" wollen wir uns nun den Benutzergruppen zuwenden. Deren Verwaltung ähnelt
sehr der Verwaltung der Benutzerkonten, sodass ich hier nicht auf jedes Detail eingehen werde.
Sie kennen schon die Kontotypen "Computeradministrator" oder "Standardbenutzer". Die eben erwähnte
Unterteilung in zwei bekannte Benutzerkontotypen mag für den Privatgebrauch ausreichend sein. In einem Unternehmen reicht
dies nicht, weil über die Benutzergruppen viel feiner Berechtigungen zum Zugriff auf einzelne Ordner und Dateien eingerichtet
werden können.
Wie beschrieben handelt es sich dabei um Benutzergruppen, die man einem Benutzerkonto zuweisen kann. Außerdem wissen Sie schon,
dass Gruppen über die Berechtigungen eines Benutzerkontos mitentscheiden, wenn eine Berechtigung nicht einem Benutzerkonto
direkt, sondern der Gruppe zugewiesen worden ist.
Sie werden feststellen, dass es bei den Windows-Editionen der Geschäftskundenlinie (also XP Professional, Vista Business,
7 Professional), der Unternehmenslinie (Vista Enterprise und 7 Enterprise) sowie den Ultimate-Editionen von Vista und 7 noch
weitere vordefinierte Gruppen, als die beiden bekannten Gruppen aus den Home-Variante gibt, in die Benutzer aufgenommen werden
können (Hauptbenutzer, Sicherungs-Operatoren...). Diese haben feiner abgestimmte Berechtigungen.
Nichts desto trotz können Sie auch eigene Gruppen anlegen, wenn Sie dies für sinnvoll halten. Um eine neue Gruppe
anzulegen, wählen Sie zunächst den Eintrag „Gruppen“ auf der rechten Seite und dann im Kontextmenü
(rechte Maustaste) den Eintrag „Neue Gruppe…“
Sie können nun den Gruppenname und eine Beschreibung vorgeben und außerdem schon hier bestehende Benutzerkonten in die
Gruppe aufnehmen. Legen Sie doch einmal die Gruppe „Kurstest“ an und nehmen Sie das Benutzerkonto „Gast“
darin auf. Ihr Bild sollte danach so aussehen wie hier gezeigt.
Berechtigungen können dann für einzelne Benutzerkonten, aber auch für ganze Benutzergruppen vorgegeben werden,
die auf dem Computer definiert sind. Eine Berechtigung, die einer Benutzergruppe eingerichtet wird, gilt erstmal für
alle Benutzer in dieser Gruppe. Es ist also wichtig vorher darüber nachzudenken, welche Benutzergruppen es geben soll und
welche Benutzer diesen Gruppen zugehörig sein sollen.
Wichtig: Geizen Sie mit Administratorkonten
Ein Virus oder Schadprogramm darf immer das, was der Benutzer darf, der es ausführt. Ein Programm, das im
Kontext des Administrators läuft ist also potentiell gefährlicher und sollte vor allem nicht zum
Internetsurfen benutzt werden.
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2.4 Benutzerverwaltung mit Active Directory
Das AD ist eine der komplexesten Strukturen der Windowswelt. Ich werde hier nur zur Vervollständigung des Gesamtbildes
einige Themen anreißen. Microsoft bietet eine große Auswahl an Kursen zur Tiefen Einarbeitung, die ich hier nicht ersetzen kann
und will.
2.4.1 Verzeichnisdienst
In Unternehmensnetzwerken gibt es kaum einen Sinn lokale Benutzerkonten und -gruppen anzulegen, die nur auf einem Rechner
bekannt sind. Kernstück der Benutzerpflege in AD ist einmal der Verzeichnisdienst, in den alle Benutzer eingetragen werden.
Grundsätzlich unterschiedet sich die Vorgehensweise nicht von der oben Beschriebenen - weder für Gruppen noch für
Konten. Einziger Unterschied: Sie müssen die Objekte (so nennt man Benutzerkonten, Benutzergruppen, Computer etc.) dort
nicht in den vorgefertigten Ordner Ihrer Domains anlegen. Zwar gibt es die dort auch, aber Sie können eigene Ordner, so
genannte Organisationseinheiten (organizational units, OUs) selbst anlegen. Das gibt Ihnen zunächst einmal die
Möglichkeit die Konten und Gruppen zu ordnen, zum Beispiel nach Fachabteilung etc.
Reicht Ihnen das auch nicht, können Sie sogar Subdomains erstellen. Wenn Ihr Unternehmen also docenture heißt und Sie die
Domain docenture.com besitzen, können Sie zum Beispiel für jeden Standort eine Subdomain erstellen. Zum Beispiel
tokio.docenture.com , dortmund.docenture.com oder washington.docenture.com . Innerhalb der Domäne können Sie dann
später beliebig berechtigen, damit die Mitarbeiter jedes Standortes überall angemeldet werden können oder halt
nur dort wo sie auch eingesetzt sind.
Fusionieren zwei Unternehmen mit bislang getrennten Domains, so kann man diese relativ problemlos in einem Active Directory
zusammen fassen und zwischen den Domains Vertrauensstellungen, die sogenannten Trusts, einrichten. Dadurch ist es nicht
nötig, alle Benutzer des zu integrierenden Unternehmens sofort mit neuen Benutzerkonten zu versorgen. Auch hier kann man
nachher sehr granular festlegen, wer sich wann wo anmelden darf. Mehre Domains in einem Active Directory nennt man
Gesamtstruktur (im englischen Original "Forest").
Die eigentlichen Objekte im AD sind denen der lokalen Installation sehr ähnlich, nur dass sie deutlich mehr Fehler zum
Füllen haben als ihre lokalen Pendants. Sie können einen kompletten Satz von Kontaktdaten (Büro, Standort,
Telefonnummer, Website etc.) und viele professionelle Infos wie Personalnummer etc. hinterlegen. Richtig wichtig ist auch, dass
Sie dort hinterlegen können wann ein Benutzerkonto sich anmelden darf, (also zum Beispiel nur während der
Geschäftszeiten) und an welchen Computern sich das Konto anmelden darf. Damit können Sie ein erhebliches Maß an
Sicherheit herstellen. Für Computerkonten ist hier übrigens vor allem auch der Standort äußerst interessant.
Der Verzeichnisdienst ist zudem mit LDAP-Mitteln abfragbar und kann daher für Auswertung herangezogen werden. In die
AD-Verwaltung gelangen Sie über den Befehl dsa.msc
2.4.2 Gruppenrichtlinien
Alle Rechner mit einem der Business-Betriebssysteme Microsofts und alle Server kennen Gruppenrichtlinien. Die lokale
Variante kann mit dem Kommando gpedit.msc aufgerufen und verändert werden. Letztendlich handelt es sich dabei um eine
Luxusvariante des Registrierungseditors. Alle Einstellungen sind erklärt und teilweise auch durch Validierungen abgefangen.
In Unternehmen kann es jedoch gewünscht sein, einige der Einstellungen global vorzugeben, damit zum Beispiel niemand durch
einen anderen Proxyserver ins Internet gelangt, als durch den Firmeneigenen oder dass Kennworte bestimmte Mindestanforderungen
erfüllen müssen. Es gibt unzählige Einstellungen. Diese können zentral über das Active Directory als
Gruppenrichtlinien (group policy, GPO) zentral definiert werden. Rufen Sie dazu den Befehl gpmc.msc auf.
Standardmäßig gibt es eine vorbereitete Richtlinie, die Default Domain Policy. Sie zu füllen kommt nur in kleinsten
Unternehmen in Betracht. Schon Unternehmen mit 20 Mitarbeitern und einem Server sollten sich genau überlegen, ob sie nicht
lieber zwei benutzerdefinierte Richtlinien für die Benutzer und den Server anlegen wollen, damit dort jeweils andere
Einstellungen gelten (zum Beispiel Internetsperre für den Server). Jede fertig gestellte Gruppenrichtlinie kann dann mit
einer Organisationseinheit verknüpft werden. Alle Objekte in der OU bekommen nun die Vorgaben aus der GPO mit. An ihrem
eigenen Rechner können Sie dann selbst mit Administratorrechten nur noch die Einstellungen pflegen, die nicht von der
Gruppenrichtlinie zentral gesetzt werden (also auf "Nicht Konfiguriert" stehen).
Will man das übersteuern noch ermöglichen, muss man in der GPO im Verzeichnisbaum "Einstellungen" (im
Original "Group Policy Preferences") die entsprechende Einstellungen vornehmen. In den GPP sind jedoch auch weitere
Dinge wie das Kopieren von Objekten, setzen von Registrierungsschlüsseln, Zuweisen von Druckern usw. möglich.
Wenn Sie mit einer Organsiationseinheit mehr als eine Richtlinie verknüpfen wollen, müssen Sie dann übrigens auch
noch die Verarbeitungsreihenfolge festlegen. Zuletzt verarbeitete Richtlinien überschreiben vorher gemachte Einstellungen
übrigens wieder.
Beispiel für eine Gruppenrichtlinieneinstellung: Erhöhen der Sicherheit
Folgende Anregungen könnte ein erster Anstoß für Sie sein, wenn es um GPOs geht:
- Definieren Sie einen Ablaufzeitraum für Kennwörter!
Wenn Sie Ihre Anwender zwingen das Kennwort regelmäßig (zum Beispiel alle 30 Tage) zu ändern, dann
sinkt die Gefahr, dass jemand anderes das Kennwort mit der Zeit errät und damit dauerhaft großen Schaden
anrichten kann. Bestimmen Sie eine Mindestlänge für das Kennwort! Verlangen Sie, dass ein Kennwort
mindestens 6 bis 8 Zeichen lang ist, dadurch ist es schwerer zu knacken oder zu erraten.
- Definieren Sie Trivialkriterien!
Kennwörter dürfen keine leicht zu erratenden Begriffe sein
und sollten Mindestens ein Sonderzeichen oder ein Zahl enthalten. Nur Zahlen hingegen sollten verboten sein,
damit das Kennwort schwerer zu knacken wird.
Weitere Hinweise zu Kennwortrichtlinien finden Sie beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
(Link auf der übersichtsseite des Moduls)
Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist das Abschalten des Windows-Willkommensbildschirm. Sie funktioniert wieder bei
allen Versionen. Diese hübsch bunte Anmeldeseite erleichtert Menschen, die Zugriff auf Ihren PC haben massiv
das Knacken Ihres Benutzerkontos, denn durch den Bildschirm muss der Angreifer lediglich das Kennwort, aber nicht
mehr den Benutzernamen zu Ihrem Benutzerkonto erraten. Damit hätte er einen Großteil seiner Arbeit schon
erledigt. So schalten Sie den Screen ab:
In der Systemsteuerung wählen Sie "Benutzerkonten" --> Deaktivieren Sie den Punkt
"Willkommensseite verwenden"

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Sie können nun also Benutzergruppen und Benutzerkonten anlegen und Gruppenrichtlinien bearbeiten anlegen. Außerdem
wissen Sie, wie man Benutzerkonten in eine Gruppe aufnimmt und wie man ein Kennwort zurücksetzt. Das waren nun alles
Vorarbeiten, jetzt geht es los. Richten wir Berechtigungen ein.
weiter zu
Lektion 3 "Berechtigungen"
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