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3: Berechtigungen
Modul C: IT-Sicherheit
Lektion 3: Berechtigungen
Berechtigungen für Ordner, Dateien, Registrierungsschlüssel, Drucker etc. werden in Windows in der Regel mit so
genannten Zugriffskontrolllisten gepflegt. Einfache Berechtigungen nach dem Schema: erlaubt / verboten durch einfache Listen.
So zum Beispiel die Anmeldung per Remotedesktop.
3.1 Sichern der Anmeldung über den Remotedesktop
Wie bereits im Kapitel Administration - Grundlagen beschrieben ist es möglich eine grafische Verbindung zu Windows-
Rechnern der NT-Schiene (Server und Professional/Business/Enterprise und Ultimate Clients) aufzubauen. Dabei bekommen Sie
ein Fenster mit vollwertigem Desktop. Standardmäßig ist diese Anmeldevariante jedoch gesperrt und wird vom Zielrechner
aus Sicherheitsgründen zurückgewiesen. Um eine Remotedesktopverbindung zuzulassen, melden Sie sich mit
administrativen Rechten am Zielrechner an und wählen Sie im Kontextmenü des Arbeitsplatzes "Eigenschaften".
Es erscheint das Dialogfeld "Systemeigenschaften". Wählen Sie hier den Reiter "Remote"
und aktivieren Sie das Kontrollkästchen "Benutzern erlauben eine Remotedesktopverbindung herzustellen".
Anschließend klicken Sie auf die Schaltfläche "Remotebenutzer auswählen..." und wählen die Benutzer aus,
die auf den Rechner zugreifen sollen. Diese erhalten dann erstmal die Rechte, die sie auch bei dann hätten, wenn sie sich
lokal am Rechner anmelden würden. Das Dialogfeld entspricht dem obigen "Benutzer oder Gruppen wählen" aus
Punkt a).
Zurück im ersten System (dem Clientsystem) können Sie nun noch festlegen, welche Anmeldedaten verwendet werden und auf
welche Laufwerke und lokale Ressourcen (Drucker etc.) Zugriff besteht. Wenn Sie diese Verbindung nun auf dem Desktop eines Benutzers
mit eingeschränktem Benutzerkonto ablegen, dann kann dieser die Verbindung zwar benutzen aber nicht mehr verändern.
Beim Arbeiten mit dem Remotedesktop ändern sich einige Kleinigkeiten, die die Sicherheit betreffen. Im Startmenü befindet
sich zum Einen der Punkt abmelden, der die Sitzung schließt und den Benutzer wieder vom Zielrechner abmeldet und zum Anderen der
Punkt "Sitzung beenden" der lediglich die Sitzung schließt aber den Benutzer nicht abmeldet. Dadurch kann eine Sitzung
von einem weiteren Rechner oder auch lokal übernommen werden.
Wenn Sie über den Remotedekstop, dass Windows-Sicherheitsfenster öffnen wollen, das Sie lokal durch die Tastenkombination
Strg+Alt+Entf erhalten würden, so müssen Sie einfach unter Start --> Einstellungen --> Windows-Sicherheit wählen.
3.2 Berechtigungen von Dateien und Ordnern
Für Dateien auf NTFS-formatierten Datenträgern finden Sie nun in den Dateieigenschaften folgende Reiter:

Von Interesse sind die Reiter Freigabe und Sicherheit. Im Reiter Freigabe
können Sie die Netzwerkberechtigungen steuern und im Reiter Sicherheit die
lokalen Berechtigungen zum Zugriff auf eine Datei.
Sie gelangen über die Registerkarte Sicherheit in den Eigenschaften eines
Objektes, egal ob Ordner oder Datei, zur zugehörigen Zugriffskontrollliste.
Zunächst sehen Sie im oberen Teil des Fensters alle Benutzergruppen oder -konten
zu denen eine Zugriffsregel existiert. Haben Sie noch keine eigenen
Regelsatz definiert, werden Sie normalerweise bereits drei Einträge dort
vorfinden:
- das integrierte Sicherheitsprinzipal SYSTEM
- die Gruppe Administratoren und
- den Eigentümer des Objekts (im rechts gezeigten Fall "Stefan"
Wenn Sie ein Objekt mit der Maus markieren, können Sie im unteren Bereich
sehen, welche Standardrechte dafür definiert sind. Ab Windows Vista müssen Sie
zum Verändern der Einstellungen auf den Button "Bearbeiten" klicken. Es öffnet
sich dann ein identisches Fenster mit zwei Buttons "Hinzufügen" und "Entfernen".
Bei Windowsxp müssen Sie nicht zunächst auf "Bearbeiten" klicken. Sie finden
die Buttons dort direkt.
Der Punkt "Erweitert", den Sie im unteren Teil des Fensters sehen, wird später
noch wichtig sein.
3.2.1 Definieren einer neuen Regel
Wenn Sie noch nie mit der Materie zu tun hatten, ist es wohl am einfachsten,
zunächst mit einem neuen Eintrag anzufangen und eine neue Zugriffsregel zu
definieren. Klicken Sie dazu auf "Hinzufügen". Es erscheint das
folgende Dialogfeld:

Das oberste Feld "Objekttyp" entscheidet für was Sie eine Berechtigung
einrichten wollen. Standardmäßig werden Berechtigungen für Benutzer oder
Benutzergruppen oder integrierte Sicherheitsprinzipale (wie zum Beispiel den
Kontext SYSTEM) eingetragen. Eigentlich müssen Sie hier nichts tun. Sie könnten
über die nebenstehende Schaltfläche die gültigen Objekttypen eingrenzen und zum
Beispiel nur nach Benutzergruppen suchen. Wie gesagt, in der Regel müssen Sie
hier nichts tun.
Interessanter ist hier schon das zweite Feld "Suchpfad". Ist Ihr Computer nicht
Mitglied einer Domain ist die Auswahl hier auf den lokalen Computer beschränkt
und es stehen Ihnen alle Sicherheitsobjekte auf dem lokalen Computer zur
Verfügung. Ist Ihr Rechner jedoch Mitglied einer Domain, können Sie durch eine
Klick auf die Schaltfläche "Pfade..." bestimmen, ob auf dem lokalen PC oder im
Verzeichnis gesucht werden soll. Die weitere Vorgehensweise ist jedoch
identisch.
In das Freitextfeld können Sie nun den Benutzernamen eingeben und dann auf
"Namen überprüfen" klicken. Ist der eingegebene Name bekannt, ergänzt das System
ihn noch mit dem Suchpfad und fügt den Eintrag nach einem Klick auf OK in die
Zugriffskontrollliste ein.
Ist der Eintrag nicht schlüssig, öffnet das System einen Fehlerdialog "Name
nicht bekannt". Hier können Sie einen Schreibfehler korrigieren und den Vorgang
wiederholen. An dieser Stelle ist es besser zunächst abzubrechen und wieder in
das Dialogfeld "Benutzer oder Gruppen auswählen" zurückzugehen.
Wenn Sie den genauen Gruppen oder Benutzernamen nicht kennen, können Sie dort
nämlich einen Suchdialog öffnen, indem Sie auf "Erweitert" klicken. Hier können
Sie die Suche noch einschränken oder direkt auf "Jetzt suchen" klicken. Ihnen
wird dann eine entsprechende Auswahl aus Ihrem Suchpfad angezeigt. Einträge aus
der Ergebnisliste können Sie mit einem Doppelklick übernehmen.
Das ausgewählte Sicherheitsobjekt befindet sich jetzt neben den bisherigen
Objekte in der Zugriffskontrollliste. Ich habe hier einmal das Gastkonto in die
Liste aufgenommen. Wenn Sie es markieren, können Sie die Berechtigungen dafür
anzeigen und aussteuern. Standardmäßig erhält das Objekt drei Berechtigungen:
- Lesen, Ausführen
- Ordnerinhalt anzeigen
- Lesen
3.2.2 Ändern einer bestehenden Regel
Wenn Sie nun einfach nur für einen bereits bestehenden Eintrag wie unser
Gastkonto eine Änderung
vornehmen wollen, gehen Sie folgendermaßen vor. Wenn nicht bereits geschehen
markieren Sie das Objekt, Setzen oder Entfernen eines der Häkchen um ein
Recht einräumen oder entziehen.
Wenn Sie zum Beispiel wollen, dass das Gastkonto zwar Dokumente im Ordner lesen
darf, aber keine Programme in dem Ordner ausführen darf, entfernen Sie den Haken
bei "Lesen, Ausführen". Das entsprechende Recht ist nach einem Klick auf
"Übernehmen" entfernt.
Analog dazu funktioniert das Gewähren weiterer Rechte durch das Setzen eines
Hakens.
Windows prüft automatisch, ob sich Einträge widersprechen und setzt die Einträge
entsprechend. Wenn Sie also Lesen entfernen, aber Ändern setzen, setzt das
System den Haken bei Lesen auch wieder.
Bitte beachten!
- Der Haken bei Vollzugriff setzt nicht nur alle Rechte
dieser Liste, sondern auch einige Spezialberechtigungen, die
wir weiter unten kennen lernen werden. Sie sollten den
"Vollzugriff" normalerweise nicht aussprechen.
- Rechte greifen nicht sofort. Selbst wenn Sie auf
Übernehmen klicken gilt die Regel nicht für bereits
angemeldete Nutzer. Die Rechte werden erst nach einer
Abmeldung und Neuanmeldung am Computer wirksam.
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Sie werden festgestellt haben, dass es neben der Spalte "Zulassen" bei den
Häkchen auch eine Spalte "Verweigern" gibt. Reicht es nicht bei
„Zulassen“ einfach keinen Haken zu setzen? Die Antwort ist recht kompliziert…
Sie können nicht nur bestimmen, wer etwas darf, sondern den Zugriff auch explizit verweigern.
Die genaue Funktionsweise der Verweigerungseinträge zu verstehen, ist enorm wichtig, denn eine falsch gesetzte
Verweigerung kann ein Dokument ein für alle Mal für alle Benutzer sperren,
rückgängig machen unmöglich.[
2]
Was ist nun der Unterschied zwischen einer nicht gewährten Erlaubnis und einer Verweigerung?
Stellen Sie sich vor in unserer Gruppe „Kurstest“ gibt es fünf
Benutzerkonten, die der Einfachheit einmal Anton, Berta, Cäsar, Dora und
Emil heißen sollen.
Generell soll die Gruppe „Kurstest“ Vollzugriff auf einen Ordner erhalten Freigabe erhalten.
Cäsar ist ein Rechnungsprüfer und soll daher nichts verändern, sondern lediglich
lesen dürfen. Würden Sie die
Berechtigungen nun ausschließlich über die Spalten „Zulassen“ steuern, könnten Sie von der Gruppe keinen Gebrauch machen, weil damit ja
auch Cäsar – wie alle anderen Gruppenmitglieder – volle Berechtigungen erhalten würde. Die Alternative wäre jedes Gruppenmitglied einzeln
zu berechtigen und bei Cäsar keinen Haken zu aktivieren – nicht besonders galant. Und jetzt kommt der Zugriffsverweigerungseintrag ins Spiel. Er
übersteuert einen Erlaubniseintrag.
Sie können nun, wie ursprünglich gewollt, die Gruppe mit Vollzugriff
ausstatten und das Benutzerkonto „Cäsar“ zusätzlich in die Liste mit aufnehmen. Für
ihn wählen Sie nun die folgende Kombination um das Konto
mit Nur-Leserechten auszustatten.
Blöderweise geht dies auch anders herum. Sie können Verweigerungseinträge für eine Gruppe setzen.
Da der Verweigerungseintrag ultimativ ist, können Sie nun kein
Gruppenmitglied mehr mit einem individuellen Eintrag gegen diesen
Gruppenverweigerungseintrag berechtigen. Also ist hier Vorsicht geboten!
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Warnung:
Zugriffsverweigerungseinträge übersteuern Erlaubnisse.
Wenn Sie der Adminstratoren-Gruppe
den Zugriff auf eine Ressource verweigern und nur sich selbst den
Zugriff erlauben, sperren Sie sich auch aus, wenn Sie selbst Mitglied der Administratorengruppe sind.
Sie gelangen dann nie nicht ohne weiteres wieder an die Daten, da sie den
Verweigerungseintrag nicht mehr widerrufen dürfen. |
3.2.3 Vererbung von Rechten
Es
kann Ihnen passieren, dass der Zugriff auf die Häkchen für ein Objekt in der
Zugriffskontrollliste ausgegraut ist und Sie nicht die Möglichkeit haben einen Eintrag zu
verändern. In diesem Fall übernimmt das Objekt die Berechtigung von einer
höheren Ebene, zum Beispiel von einem übergeordneten Verzeichnis. Diese
Vererbung von Rechten soll dabei helfen die Berechtigungsverwaltung zu
vereinfachen.
Wenn Sie einen neuen Ordner anlegen, dann möchten Sie doch normalerweise nicht
für jede Datei und jeden Unterordner die Berechtigungen erneut pflegen, sondern
Sie einmal für alle untergeordneten Objekte vorgeben.
Um eine Vererbung einzurichten oder auszuschalten, rufen Sie die Eigenschaften
des obersten Objektes in der Ordnerhierarchie auf, das die Rechte nach unten
vererben soll.
Zur Erinnerung: Es erscheint das Fenster mit den Objekteigenschaften, das wir bereits von
weiter oben kennen. Ich habe in diesem Zusammenhang davon gesprochen, dass der
Button "Erweitert" für uns noch wichtig werden würde.
Klicken Sie mal darauf. Es erscheint ein weiteres Fenster, in dem Sie zunächst
erst einmal wieder auf "Berechtigungen ändern" klicken müssen, wenn Sie Windows
Vista oder Windows 7-Nutzer sind.
Im
unteren Bereich des Fensters sind zwei Kontrollkästchen zu finden.
Widmen wir uns zunächst dem unteren Kästchen, mit dessen Hilfe Sie die aktuell
für das Objekt gesetzten Berechtigungen an untergeordnete Objekte vererben
können.
Wenn Sie das Kästchen aktivieren, werden Sie gefragt auf welche untergeordneten
Objekte die Vererbung angewendet werden soll. Wenn Sie die Auswahl bestätigen
läuft die Übernahme und die Änderung aller Zugriffskontrolllisten der
betroffenen Objekte an. Es werden alle untergeordneten Objekte mit den
Berechtigungen ausgestattet. Das gilt auch für Objekte, die bislang individuell
gepflegte Berechtigungen hatten.
Der Ersetzungsvorgang dauert abhängig von der Anzahl der Objekte ein wenig.
Nun zum oberen Kontrollkästchen. Wenn Sie den Haken setzen, werden bislang
manuell gepflegten Objekte in der ACL entfernt und durch die Objekte des
übergeordneten Objektes ersetzt. Auch hier dauert der Ersetzungsvorgang ein
wenig.
Ist der Haken bereits gesetzt, übernimmt das Objekt schon übergeordnete
Berechtigungen. Dies würden Sie in der Spalte "Geerbt von" auch sehen. Wenn Sie
den Haken entfernen, bietet Windows Ihnen zwei Alternativen an. Entweder Sie
kopieren die bislang geerbten Berechtigungen um Sie anpassen zu können oder Sie
entfernen die Berechtigungen und starten auf der "grünen Wiese".
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Warnung:
Brechen Sie den Ersetzungvorgang niemals ab!
Wenn Sie den
Vorgang der Berechtigungsersetzung zwischendurch abbrechen, ist die ACL
nicht mehr konsistent mit den Eigenschaften der Dateien im Dateisystem.
Die dadurch entstehenden Effekte sind nicht vorhersehbar und führen oft
dazu, dass Sie sich selbst aussperren und JEDE Datei danach einzeln
korrigieren müssen.
Gerade bei umfangreichen Ordnern mit tausenden Objekten, kann das eine
unlösbare Aufgabe werden. |
3.2.4 spezielle Berechtigungen
In der normalen Zugriffskontrollliste finden Sie die am häufigsten benötigten
Berechtigungen (Lesen, Ausführen, Ordnerinhalt auflisten, Schreiben/Ändern und
Vollzugriff). Es gibt allerdings noch deutlich feinere Berechtigungen, denn es
ist ja nicht so als wären damit alle Dateiaktionen, die Windows zulässt bereits
abgedeckt. In den erweiterten Berechtigungseinstellungen markieren Sie einfach
den Eintrag, den Sie mit speziellen Berechtigungen ausstatten wohlen und wählen
Sie dann "Bearbeiten...". Es erscheint eine deutlich längere ACL, die zum
Beispiel die Berechtigung zum Löschen von Dateien, Anzeigen und Bearbeiten von
Attributen und vor allem die Berechtigung zum Ändern der Berechtigungen enthält.
Die erweiterten Einstellungen sind also eine sehr große und mächtige Geschichte. Wenn Sie daran ausprobieren wollen,
tun sie es am besten mit einem Testordner und nicht mit Ihren persönlichen Dateien.
3.2.5 Netzwerkberechtigungen
Netzwerkberechtigungen
werden über den Reiter "Freigabe" im Fenster "Eigenschaften" eines Ordners oder
einer Datei angezeigt. Standardmäßig wird Ihnen dort die Freigabe mit Hilfe
eines Assistenten angeboten. Sie können jedoch auch hier die Berechtigungen wie
oben gelernt mit Hilfe einer Zugriffskontrollliste festlegen. Zum Assistenten
gelangen Sie, wenn Sie den Button Freigabe drücken.
Wenn
Sie die Netzwerkberechtigungen über eine ACL festlegen wollen, klicken Sie auf
"Erweiterte Freigabe". Es erscheint ein neues Fenster.
Setzen Sie hier den Haken bei "Diesen Ordner freigeben" und vergeben Sie einen
Namen. Dieser Freigabename wird im Netzwerk angezeigt, wenn jemand nach
Freigaben auf dem Rechner sucht. Wenn Sie dem Freigabenamen das Dollarzeichen
nachstellen wie zum Beispiel bei Test$ wird der Ordner zwar freigegeben, aber
beim Durchsuchen im Netzwerk nicht angezeigt. Es handelt sich dann um eine
versteckte Freigabe, die nur von jemandem angesteuert werden kann, der Sie
kennt. Sie können dann über den Button "Berechtigungen" zu einer
Zugriffskontrollliste für die Freigabe gelangen.
Grundsätzlich gilt
- Die lokalen Berechtigungen gelten ultimativ. Sie können über
die Netzwerkberechtigungen keinen weitergehenden Zugriff einräumen als im
Reiter Sicherheit definiert ist. Damit können Sie zum Beispiel aussteuern, dass jemand, der lokal vor einem Rechner sitzt
sehr wohl Dateien löschen oder verschieben kann, aber über das Netzwerk lediglich lesenden Zugriff auf die gleichen
Daten hat. Damit können Sie schädliche Tätigkeiten aus der stillen Kammer heraus unterbinden.
Netzwerkberechtigungen sind nicht so fein aussteuerbar, wie lokale
Berechtigungen. Es gibt nur Lesen, Schreiben und Vollzugriff.
- Beachten Sie auch den Button "Zwischenspeichern". Dort
können Sie unterbinden, dass jemand den Ordner auf seinen
lokalen Computer kopiert und so mit Kopien der Daten
arbeiten kann, wenn der Rechner nicht im Firmennetz ist.
- Die Freigabe einzelner Dateien ist nicht möglich.
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3.3 Besitzer
Jeder Datei und jeder Ordner hat einen Besitzer. Auch der Besitz wird durch die
Vererbung beeinflusst. Daher ist nicht automatisch der Ersteller einer Datei
deren Besitzer. Das gilt nur, wenn der Ordner keine Berechtigung von oben erbt.
Der Besitzer hat normalerweise Vollzugriff auf das Objekt. Im Dialogfeld
"Erweiterte Sicherheitseinstellungen" finden Sie das Register "Besitzer" Dort
wird Ihnen der aktuelle Besitzer angezeigt. Außerdem können Sie - Berechtigung
dafür vorausgesetzt - den Besitz übernehmen oder an eine Gruppe oder ein
Benutzerkonto weitergeben. Dabei werden alle Berechtigungen zurückgesetzt,
sodass im Zweifel auffällt, wenn jemand in Berechtigungen eingebrochen ist.
Quellenangaben:
[1] Bott, Ed und Siechert, Carl "Windows Sicherheit - Das Handbuch"
S. 149 erschienen bei Microsoft Press Deutschland, 2002 ISBN 3-86063-168
[2] ebd.,
S. 159.
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Lektion 4 "sichere Kommunikation"
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